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Brasilien

Unser Urlaub geht nun zu Ende.

Am Freitag abend wurden wir nach unserer 20-stündigen Rückreise von Rio über London und Frankfurt von meinen Eltern am Bahnhof in Mannheim abgeholt und herzlich begrüßt. Jetzt sind wir wieder zu hause im beschaulichen Otterstadt – alles ist, wie wir es vor 3 1/2 Wochen verlassen haben.
Nicht alles – nach dem Auspacken unserer Taschen türmen sich kleine Wäschberge vor der Waschmaschine, die erstmal abgearbeitet werden müssen. Die Maschine läuft im Dauerbetrieb und wird nur durch mangelnden Platz auf den Wäscheständern gebremst. Da es draußen jetzt schon richtig Herbst ist und wir etwas verfroren sind, holen wir warme Klamotten aus dem Schrank und die Waschmaschine darf etwas pausieren.

Jetzt ist auch Zeit ein Fazit zu unserem Urlaub zu ziehen:

Wir hatten eine sehr schöne Zeit in Brasilien; angefangen in Curitiba bei Sandra und Marcus, die uns ihre Übergangs-Heimat nähergebracht und uns einen Blick in das brasilianische Leben ermöglicht haben und wir so gut in unserem Urlaubsland ankommen konnten. Die Wasserfälle in Foz de Iguacu – ein einmaliges Naturschauspiel, ein luxeriöses Hotel und ein toller Ort um Geburtstag zu feiern. Manaus und der Dschungel – back to basic – tolle Erfahrungen mit und in der Natur, für mich grenzwertige Wohnbedingungen und die Feststellung, dass es sich auch gut ohne Internet, Mobilfunknetz und unter sehr einfachen Bedingungen leben lässt. Interessante Menschen und Kommunikation ohne die Sprache zu sprechen, aber mit Händen und Füßen oder nur einem Lächeln und Winken oder „Daumen hoch“ funktioniert auch. Und Rio de Janeiro, das Highlight zum Abschluss – zurück in der Zivilisation und dem Leben im Schein der Äußerlichkeiten. Rio, eine riesige Stadt und riesige Strände, überall sehr laut und immer Gewusel entweder durch Touristen oder Brasilianer. Leider nur „normales“ Sightseeing, weil 3 Tage definitiv zu kurz sind für diese Stadt, jedenfalls sehr beeindruckend.

Brasilien ist ein interessantes Land mit besonders vielfältiger Natur (kein Wunder bei der riesigen Fläche). Wir hatten einen einmaligen und schönen Urlaub mit vielen Erlebnissen und schönen Erholungspausen.
Nachtrag zu Sicherheit:

In den brasilianischen Großstädten ist es nicht anders, als in anderen Großstädten auch und entsprechend verhalten wir uns und nichts passiert. Was aber richtig befremdend ist, und dazu fehlen mir echt die Worte, wenn ich bei der Sicherheitskontrolle in London (wir hatten nur einen Zwischenstopp) aus „Sicherheitsgründen“ regulär gekaufte Ware (duty free in Rio) abgeben muß, weil es die falsche Tüte und nicht ordnungsgemäß (nach englischen Maßstäben) versiegelt ist. Oh, damit bin ich aber schon über den Atlantik geflogen!? Verstehen muß ich das nicht!

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Sicherheit

Immer ein grosses Thema, wenns um Brasilien geht. Aber wo wir uns aufgehalten haben kam uns nichts unsicher vor. Und im Strassengedränge von Rio wird genauso auf die Tasche aufgepasst wie auf Libori oder in der Düsseldorfer Altstadt. OK, wir haben die Warnungen ernst genommen nicht nachts in unbelebten Vierteln unterwegs zu sein, aber da waren wir eh schon beim Caipi an der Bar angekommen.

Den Leuten im Djungel hätte ich glaub ich meine Fototasche zur Verwahrung geben können und sie hätten sie gegen alles verteidigt was kommt und mir anschliessend ungeöffnet zurückgegeben.

Geschäfte haben überall Videokameras und die verschiendenen Polizeieinheiten sind relativ präsent und führen auch schon mal Strassensperren mit Kontrollen durch. Oftmals auch bewaffnet wie ein Einsatzkommando.

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Was mir noch so einfällt …

Das Land hat eigentlich ein riesen Potential durch seine Größe und die einzigartige Natur. Aber anscheinend kriegen sie es nicht gebacken, das zu nutzen. Wenn etwas professionell neu gemacht wird, ist es auf der Höhe der Zeit. Zum Beispiel die Parkleitsysteme in den Malls oder die Renovierung der Strassenbahn nach Santa Teresa. Aber ab dem Zeitpunkt der Fertigstellung wird scheinbar nichts mehr gepflegt und alles bleibt auf dem Stand bis es zerfällt. In Rio und Manaus stehen schöne alte Häuser aus der Kolonialzeit. Bei uns fiele das unter Denkmalschutz, hier verfällt es nur. Maximal wird die Fassade ein bisschen schön gemacht. Im Detail gammelt es. Läuft irgendwo Wasser rein, läuft es naturgemäß auch irgendwo wieder raus – Thema erledigt. Ob dabei die Substanz draufgeht interessiert scheinbar niemanden. Die gerade frisch renovierte Strassenbahn wird warscheinlich in den nächsten 25 Jahren auch nicht mehr neu gestrichen.

In Manaus werden derzeit die Strompreise um 50% erhöht. Alle regen sich auf, aber nutzen Klimaanlagen die teilweise noch aus der Kreidezeit stammen. Direkt unter dem Gebläse steht die Eingangstür sperrangelweit offen. Und selbst wenn die zu ist, Wärmeisolierung gibt es nicht. Alles ist einfach verglast, durch die Ritzen zieht es oder regnet rein oder beides. Aber es kommt ja auch kalte Luft, passt doch…

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Heute nochmal Strandtag und relaxen

Leider lässt sich beides nicht kombinieren. Am Strand ist es laut. Neben uns vier Österreicher. Aussehen und Gelaber wie bei den Geissens. Wir flüchten mitsamt Liege so das das angenehm gleichmässige Motorengeräusch der Wasserpumpe das Gequassel übertönt. Dann sind da die ganzen Verkäufer, die man zwar igrorieren kann aber irgenwas sagen tun sie ja immer. Einer schreit immer AQUA, CERVECA als wenn er noch das Messer von dem Typen im Rücken hätte, dem er das letzte mal auf die Nerven ging.Wellen, feiner Sand und Wassertemperatur sind wieder super. Trotzdem ziehen wir nach 2,5h auf die Dachterrasse des Hotels um. Da ist ein Pool, ruhige HIntergrundmusik und man kann relaxen.

Da die Lufthansa ja mal wieder wegen Streiks nicht fliegt sind wir auf eine spätere BA Maschine umgebucht. Mehr Zeit zum Rumhängen – sonst müssten wir jetzt schon los.

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Kaffee

Eine Katastrophe – Brasilianer können keinen Kaffee kochen. Gescheiten Espresso gibts nur im Belmont in Iguacu, bestellt man aber einen doppelten Espresso bekommt man eine Tassee Kaffee. Ansonsten bekommt man Filterkaffee oder etwas aus einem durchschnittlichen Vollautomaten – schmeckt aber oft nicht wirklich überzeugend. Kaffee ist im allgemeinen sehr stark und Geschmacklich so lala. Hier im Hotel war er sogar schon gesüsst. Ich musste ihn zwei mal zurückgehen lassen bis er geniessbar wurde (ich trinke grundsätzlich ohne Zucker). Aber eine Grundsüsse scheint der Kaffee eh zu haben. Was freu ich mich auch die Maschine zu Hause…

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Rio Pflichtprogramm

Die Sicht war einigermassen klar, also erstmal mit der Seilbahn auf den Zuckerhut. Perfektes Timing, es war noch nicht viel los. Schöne Aussicht von oben. Dann mit dem Taxi nach Santa Teresa. Immer noch alte Häuser aber diesmal mit Hanglage und ein Künstlerviertel. Dementsprechend ist es zwar rummelig aber die Leute haben eine Sinn für Ästhetik (Künstler halt) und es gibt kleine Läden mit teilweise echt schönen Sachen und kleine Restaurants und Bars. Dort fuhr auch mal eine historische Strassenbahn. Diese wurde gerade rundum restauriert (vermutlich für Olympia) und sie schien im Probebetrieb zu laufen. Jedenfalls wurden wir reingewunken und sind dann zurück ins Zentrum gerumpelt. Auch dort waren die Kassen noch zu. Dafür alles in frisch gestrichenem Zustand – ein schon lange nicht mehr gesehener Anblick.Von dort weiter zur Christusstatue. Es geht mit einer 100 Jahre alten Zahnradbahn hoch. Oben dann wie erwartet hunderte von Menschen, die nur ein schnelles Selfie machen und vergessen den beeindruckenden Ausblick zu geniessen. Auf dem Boden liegen Leute rum um ihre Begleiter mit der Statue im Hintergrund zu fotografieren, alles ein ziemliches Gewusel von Leuten. Muss man gesehen haben aber als wir auf dem Rückweg sind haben wir die Faxen dicke von den Menschenmassen. Für abends haben wir einen Tisch in der Churrasceria Palace gleich um die Ecke. Das ist ja auch immer Eventessen. Wie Sandra sagte: Die Kunst ist, sich nicht hetzen zu lassen. Einfach die Leute immer weiterschicken bis wieder ein Spiess mit etwas vorbeikommt das man grad haben möchte. Wirklich gemütlich ist sowas nicht – dafür wird zu viel herumgerannt. Aber die verschiedenen Rind- und Lammfleischsorten, gerade mal Medium und teilweise auf mobilen Grills am Tisch fertiggebraten sind der Hammer. Vollgefuttert gehts nach einem Abschlusscaipi auf dem Dach ab ins Bett.




In Santa Teresa, auf jeden Fall einen Besuch wert




Alte Strassenbahn und neues Auto



und hier überholt vom wichtigsten oder zumindestens schönsten Nutzfahrzeug hier  


Kunst aus Metallschrott  



Der Zuckerhut  


Maracana 

  

Blick von der Christusstatue. Links der Zuckerhut, der Strand rechts ist Copacabana. Im Vordergund ein kleiner Teil von Rio.

  

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Fahrräder…

… gibts hier nicht. In Curitiba fahren keine im Strassenverkehr rum. Nur Motorräder. Ein paar Sportradler haben wir im Park gesehen. In Manaus gabs gar keine, dafür auf dem zentralen Platz mit dem Sonntagsgerummel so eine Art Fahrradwurm aus verkoppelten Sulkys. Vorne ist ein Dreirad, dort sitzt der Fahrradkundige mit Brems- und Lenkbefähigung. Jeder hat Pedale und dann wird eine Runde um den Platz gefahren. Sieht lächerlich aus – aber für Leute die niemals nicht Fahrrad fahren scheint das spannend zu sein. Die zahlen sogar dafür.

In Rio gibt es an der Strandpromenade wieder einige Radler – aber als Verkehrsmittel scheint das nicht zu dienen. Auf den Strassen sieht man keine.

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Rio Impressionen

Die Statue thront so hoch über der Stadt, das sie von verschiedenen Orten immer mal wieder zu sehen ist  

Ein Baumarkt in Rio. Vorne Zementsäcke (hier noch ein Zentner) und im hinteren Teil alles an Kleinkram vom Klodeckel über Rohrschappeln bis zu Kabelrollen.  


Eine Garageneinfahrt. Der Erbauer hatte wenigstens etwas künstlerisches Geschick wie man im oberen Torbereich sieht. 

Autowerkstätten sind einfach schmale Läden die kein Laden sind sondern eine Werkstatt. Rampen an die hohen Bordsteinkanten, Hebebühne rein und los gehts  

Hat man keine Werkstatt, kennt man vielleicht einen, der einen Werkzeugkasten hat und einfach auf der Strasse schraubt. Leider nicht im Bild: Der Typ der auf der Strasse zwischen den Passanten den Zylinderkopf seines Autos zerlegte und gerade die Nockenwelle entfernte.


Ein Fliesengeschäft – irgendwie haben wir kein Muster gefunden, das uns zusagte.  



Wieder ein Baumarkt – es gibt alles – vielleicht hat es sogar irgendeine Ordnung. Nur vor der Inventur hätte ich Panikattacken.  


… gibt aber auch schöne Häuser wie hier …


Zumindestens die Graffittikünstler haben einen Sinn für Ästhetik, der den Erbauern und Eigentümern der meisten Häuser hier abgeht.
Ein Saftladen. Die frisch gepressten Fruchtsäfte, die es überall for wenige Reals gibt werden wir vermissen.


Altes Theater zwischen den Hochhäusern der Innenstadt   



Die hässlichste Kathedrale, die ich je gesehen hab. Aussenfassade komplett aus vergammendem Sichtbeton.  


In der Spiegelung sieht es gar nicht mehr so schlimm aus  



Innen wird es dann beeindruckender. Die riesiege Kegelstumpf hat an vier Seiten große bunte Fenster. Da die Türen offen stehen und das ganze Gebäude Luftlöcher hat kommt der Stadtlärm herein. Es fehlt die sonst gewohnte Ruhe solcher Gebäude.  


 1918 hatten die Erbauer dieses Cafés noch ein Händchen dafür, auch für´s Auge zu Bauen. Die riesigen Spiegel erzeugen ein beeindruckendes Raumgefühl. 


In dieser Kirche sieht es dann schon künstlerisch wertvoller aus. Ein bisschen ruhiger ist es auch.

    

Überall in der Stadt gibt es auch noch schöne alte Häuser aus der Kolonialzeit. Leider lassen die Brasilianer alles verfallen. Es wird nicht wirklich die Bausubstanz erhalten sondern alles nur so weiter genutzt.


Ein riesiger Bereich in der Innenstadt, der nur aus Läden mit unerträglicher Aussenbeschallung besteht

Kritik an der Abholzung des Waldes?

 
   

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Copacabana-Beach

Ein paar Schritte zum Strand, vom Hotel-Angestellten eine Liege zurechtrücken lassen und die Sonne genießen – so lässt es sich an der Copacabana aushalten.

Aus Gewohnheit aus dem Belmond-Hotel in Iguacu nickt man freundlich, wenn einer vorbeikommt und etwas anbietet. Aber hier kann das etwas zum Verhängnis werden, da man dann mit Selfie-Stick und Ersatz-Akku, großem Tuch oder neuem Kleid, einer Hängematte, Schmuck, Sonnenbrillen, neuem Bikini oder wer weiß was nach Hause geht und das dann auch bezahlen muß. Hier also nur Lächeln und Abwinken dann gehen sie weiter ohne einen weiter zu behelligen. Für eine Abkühlung sorgt dann noch einer, der mit nem Caipi vorbeikommt, aber dann ist es blöd, wenn man aus Vorsichtsgründen das Geld im Hotel gelassen hat…. 

Morgens gibts auch Caipi am Strand!
  

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LÄRM

BRASILIEN IST LAUT!

Im Urwald grillen  zirpen die Grillen die ganze Nacht und unmengen von Vögeln erzählen sich tagsüber was. Ein Vogel macht sogar Geräusche wie Einbruchsalarm im Nest.

In den Städten dröhnen die alten Dieselmotoren der LKWs. Und in Rio ist es besonders heftig. In den engen Häuserschluchten dröhnt es nochmal so laut. Geschäfte beschallen die Strasse mit Musik und auf einem Riesigen Markt und Einkaufsbereich in der City wo es wirklich alles zu Kaufen gibt, sind sogar die Strassen mit Außenlautsprechern mit Radio oder sowas beschallt. Nach 2h will man nur noch weg.

Die Krönung dann am Strand: Ist ja alles ganz toll ABER: Es stehen Duschen mit Süßwasser herum – toll wenn man aus dem Atlantik kommt um das Salz abzuwaschen. Die Duschen haben keinen Abstellhahn, sie laufen ständig. Das Wasser versickert sofort im Sand – das ist nicht das Problem. 

In ermangelung von Wasserdruck in der Stadt wird der Druck um das Wasser auf die 2m Duschkopfhöhe zu heben mit einer Pumpe erzeugt, die daneben steht. Da es am Strand naturgemäß wenig Steckdosen für Wasserpumpen gibt, läuft einfach die ganze Zeit eine Motorpumpe und knattert rum. Wenn doch schon eine Wasserleitung von der Strasse liegt, warum dann nicht auch ein Stromkabel für eine leise Pumpe? So etwas bescheuertes hab ich noch nicht erlebt. Als um 5 Uhr die Dusche abgestellt wurde (oder das Benzin alle war) konnte man sogar das Meer rauschen hören.

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Erkunden von Rio de Janeiro

Nach unserer Ankunft und einem kurzen Nickerchen haben wir uns noch auf den Weg gemacht, den Stadtteil Copacabana zu erkunden. Neben dem riesigen Sandstrand, an dem die Leute einfach rumliegen und die Sonne genieße oder joggen, Fussball oder Beach-Volleyball spielen liegt ein belebtes Wohnviertel. Einkaufsstraßen nicht nur für Frauen, sondern auch Auto-Werkstätten, Baumärkte oder andre Geschäfte des täglichen Bedarfs, und nicht zu vergessen, Geschäfte mit einer Auswahl an frischem Obst, von denen wir in Deutschland nur träumen – frisch gespresster Maracuja-Saft ist bei dem Rundgang eine willkommene Erfrischung.

Zum Abschluss unseres ersten Grossstadt-Tages sitzen wir an der Copacabana und essen fritierte Meeresfrüchte (man weiß ja nie…) und genießen auf der Dachterrasse unseres Hotels (13.Stock) einen Caipirinha als Schlaftrunk mit Blick auf die Christus-Statue.

Nachtrag von Marco: Die Brasilianische Art des Frittierens hat zur Folge das ich das Gefühl habe eine Mischung aus Beton und PU Schaum im Magen zu haben. Morgen gibs was Gescheites!

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Rio de Janeiro

Wir haben die letzte Etappe unserer Reise erreicht. Wir wohnen direkt an der Copacabana.

Das war heute Morgen direkt nach unserer Ankunft nachdem wir 12h unterwegs waren. Da ist ein bad hair day OK.  Anschliessend erstmal 2h Schlafen.

 
Blick vom Hoteldach auf die Copacabana – nicht im Bild: der Caipi

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Klopapier

Man sollte Brasilianisches Klopapier alle 2 cm Perforieren, da es an dieser Stelle garantiert niemals reißt. Es fluddert grundsätzlich zwischen den eigentlich als Sollbruchstelle gedachten Perforationen auseinander.Das Zeug ist echt für´n Arsch.

Der Typ der sich das Papier zum Hände abtrocknen ausgedacht hat, war wohl vorher mit der Produktion von Telefaxpapier beschäftigt. Der größte Unterschied zwischen den Sorten ist, das die Handtücher genau wie das Klopapier schnell reisst. Dafür nimmt es kaum Wasser auf.

 

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relax

Für heute Morgen haben wir uns tourmäßig abgemeldet. Einfach nur den Vormittag bei Sonnenschein abhängen, in Ruhe Packen, Blog schreiben und heute Mittag gehts dann zurück in Richtung Manaus.

Das war den Extratag echt wert. Einfach mal im Djungel abhängen. Da alle anderen Gäste auf ihren Touren waren, war es richtig ruhig. Magnim fand das nicht weiter ungewöhnlich, unser Fahrer in Manaus konnte später kaum glauben das wir freiwillig nichts tun wollten.

Der Rückweg wurde dann wegen des weiter sinkenden Wasserstandes langsam kritisch. Wir waren wieder mit dem Motorboot – also ein Alukanu mit Aussenborder – unterwegs und hatten zwischendurch sowohl mit Boot als auch mit Propeller Grundberührung. Der Fahrer ist wilde Schlenker gefahren weil er die noch halbwegs tiefen Stellen kennt. Innen haben wir noch die Sitzordnung geändert um etwas günstiger zu trimmen. Letztlich haben wir es aber in tiefes Wasser geschafft.


Dann hiess es Umsteigen in den Bus. Das Teil ist tatsächlich mit serienmäßigen Sitzplätzen für 12 Personen ausgestattet. OK, viel Kofferraum beibt nicht übrig und es ist geräumiger als ich gedacht hab. Im Stand ist es drinnen unerträglich heiss, in Bewegung zieht aber genug Fahrtwind rein. Das die Profiltiefe der Reifen bei unter 1mm lag muss sicher nicht extra erwähnt werden.

Wir haben dann noch in Manaus auf dem Platz vor dem Theater abgehangen bis es Zeit wurde zum Flughafen zu fahren. Das war wieder langsames Gewöhnen an grosse Menschenmengen.

Aber: Es ist Sonntag – der Tag an dem man seinen Hund oder seine Kinder ausführt. Ja, so sieht es hier wirklich aus. Der Platz gleicht einem Jahrmarkt. Kinderbespassung mit einem Dauerquasselnden Moderator über zu laute Lautsprecher die irgendwelche Spiele machen. Die Eltern sitzen in bestuhlten Zuschauerreihen. Popcornstände, Zuckerwatte und LED Blinkzeugshändler, viel Polizeipräsenz und dazwischen leute die ihre aufgetakelten Kleinkinder bei Fuß führen – ähnlich ihren Hunden. Entweder zu fuss oder das Kind fährt ein elektrisches Plastikdreirad. In beiden Fällen unterscheitet die Mutter niemals den Höchstabstand zum Kind von 15,6cm und greift natürlich auch ständig in den Lenkprozess ein. Das bestätigt Sandras Aussage, das die Zwerge völlig verhätschelt werden, konnte man hier 3h lang wunderbar beobachten. Die Krönung war ein Vater, dessen Kind in enem Plastikauto (mit Licht) sass. Das Kind hatte keine eigene Lenkung – die hatte der Vater in Form einer Funkfernsteuerung in der Hand und liess den Kleinen so in eimem Zickzackkurs ständig über den Platz rumpeln. Was soll aus denen mal werden … ? Erinnern wir uns an den Bolzplatz im Urwald und die (allerdings etwas älteren) Kinder die alleine durch den Fluss waten und Boot fahren…..

Irgendwann nervte der Lärm nur noch, die Müdigkeit kam und wir waren am Ende froh endlich im Flieger zu sitzen.

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viel Equipment

Ich neige ja dazu, für alle Eventualitäten mein eigenes Zeug dabei zu haben. Merkt man dann auch am Rucksackgewicht. Ist mir aber egal, das eigene Moskitonetz mit eigenen Kopfkissen und Innenschlafsäcken ergibt ein komplett eigenes Bett. Da hier alles klamm ist, eine angenehme Sache im eigenen feuchten Zeug zu schlafen. Ausfallenden Strom und fehlendes Trinkwasser konnten wir schon mit eigenen Akkus und Wasserfilter kompensieren. Ein Tesa Powerstrip hält jetzt den nervigen Fensterladen der immer halb zuklappte und im Weg stand und das Moskitonetz hängt am mitgebrachten Haken. Handtücher gab es erst am zweiten Tag, weil keine trockenen da waren, aber auch da tut das eigene Reisehandtuch seinen Dienst. Der Anhalter empfiehlt ja ohnehin grundsätzlich immer ein Handtuch dabei zu haben, was ich hiermit als absolut richtige Empfehlung bestätige. Der kundige Leser weiß was ich meine.

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wen wir unterwegs so getroffen haben

Die punkigen Typen sind Hoatzine

Wie man in der Matsche die Flügel so schön sauber halten kann ist mir schleierhaft

Ein ganz unscheinbarer Geselle, der überall an der Uferlienie herumläuft und den Schlick nach Futter durchsucht. Im Flug zeigt er dann seine leuchtenden Federn .



  
  
Der gemeine Squirrel Monkey

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Infrastruktur

Es gibt Strom (der manchmal ausfällt, weil irgendwo der zentrale Dieselgenerator gewartet wird), Brauchwasser per Pumpe aus dem Fluss und Fernsehen per Satellit. Telefon ist eine Art funkbetriebenes Netz mit Richtantennen. Mobilfunk gibt es hier nicht. Internet natürlich auch nicht. Ein Smartphone haben einige natürlich trotzem für Spiele, Musik, Daddeln, Fotos, usw. Es wird dann alles runtergeladen wenn mal irgendwo WLAN oder Funknetz ist. Also in Manaus oder an den Häfen.

Bootsmotoren sind ordentliche Honda oder Suzuki und ein Elektrolux Kühlschrank kann hier durchaus 30 Jahre im Betrieb sein. Und wenn er stirbt, eignet sich das Kondensatorgitter von der Rückseite noch als Grillrost (so gesehen beim Fischer der uns eingeladen hat).

Man lebt einfach aber vermutlich stressfrei. Weit weg von den Problemen der Welt. Dafür mit ganz eigenen. Beispielsweise der Strasse. Also der Wasserstrasse. Deren Wasserstand sinkt nämlich derzeit noch weiter, so das das Kanu zwischendurch schon Grundberührung hat. Wenn es nicht bald Regen gibt, müssen die Lodgegäste ihre Koffer hierhin tragen weil der Wasserweg austrocknet. In ein paar Tagen kann es so weit sein.

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Privat Tour

Ausser uns verlassen heute alle anderen aus unserer Gruppe die Lodge, daher ging es auf die letzte Tour nach dem Frühstück. Nach 45min Kanufahrt kommen wir an einen ca 400 Jahre alten Baum mit einem riesigen Stammdurchmesser. An den herunterhängenden Lianen kann man sogar hochklettern – sofern man das kann. Magnim macht das mit einer Selbstverständlichkeit vor, das einem die eigenen Versuche doch reichlich unfähig vorkommen.


  
Die Engländer hatten wohl unterwegs schon genug Natur gesehen und waren im Boot die ganze Zeit am Sabbeln. Nerv !!! Irgendwann haben sie dann angefangen zu singen. Beatles, ABBA, Queen, … Das war zwar angenehmer als das Gequassel (zumal sie nicht so schlecht singen wie ich), nervt aber auch irgendwann. Mein Musikwunsch Bohemian Rapsody mit allen Stimmen lies sie zunächst verstummen. Weingstens ein bisschen Ruhe.

Aber egal, die packen jetzt gerade und wir machen mit unserem Guide gleich eine private Tour – nach dem Essen gehts wieder in den Busch – ohne singen und anderes unqualifiziertes Nutzen des Stimmapparates.

Jetzt sind wir alleine mit unseren beiden Guides unterwegs. Mit dem Kanu gehts auf die andere Seite des Flusses – oder was davon noch übrig ist – und auf dem Landweg rüber zum Hauptarm, der auch tiefer ist und mehr Wasser führt. Normalerweise geht das auf dem Seeweg aber der ist trockengefallen. Dann weiter in einem kleinen Kanu mit Paddelantrieb. Das Wasser ist nur 5cm unterhalb der Bordwand – man hat das Gefühl sofort zu kentern sobald etwas wasser rüberschwappt oder eine 10cm Welle kommt. Dementsprechend bewegungslos sitzen wir da und lassen uns von denen, die es können sollten ein Stück den Fluss herunter paddeln.

Hier finden wir wieder ein Faultier hoch oben im Baum. Magnim imitiert den Ruf eines Adlers und das Faultier bewegt sich langsam den Baum hinab wo es besser getarnt ist.


  
  
Dann gehts wieder ein Stück durch den Busch wo wir noch einen Gummibaum anzapfen und dann erstreckt sich vor uns eine große Ebene, die eigentlich ein See ist. Zur Weit ist es aber Watt, weil nur noch in der Mitte ein bisschen Wasser übrig ist, der Rest ist Schlick und Matsche. Hier wohnen eine Menge Vogel, eine Entenfamilie schwimmt über den See und als der Guide die Kaimane ruft, tauchen überall in der Wasserpfütze Augen auf. Als Ente möchte ich da nicht schwimmen gehen.


 Auf dem Rückweg fahren wir noch an einen Sandstrand – es ist so viel Wasser im Fluss, das wir schwimmen könnten (was ein paar Einheimische auch tun), leider haben wir nur Trekkingklamotten an. Ich wär gerne reingesprungen. Hier liegt auch eins der Floating Homes auf dessen Veranda wir einige der Lodgemitarbeiter treffen. Als wir im Kanu aufbrechen wollen, kommt gerade der Vater von unserem local Guide aus Manaus angereist, daher paddeln wir erstmal zum Haus zurück. Großes Familientreffen! Leider sprechen alle nur portugiesisch, so dass unser Kontakt nicht über ein bisschen Zeichensprache hinausgeht. Das Wichtigste ist aber einfach lächeln und Daumen hoch. Das ist hier universell und machen alle andauernd.


Der Strand ist natürlich auch Fussballplatz. Die Schräglage behindert nicht das Spiel. Ab und an muss einer ins Wasser um den Ball wiederzuholen.

Damit Silas, der local Guide bei seiner Family bleiben kann anstatt die beiden Deutschen Touristen zurückzupaddeln fährt uns einer aus der Riesenfamilie im Motorboot zurück. Der 20 PS Außenborder am Aluboot macht richtig Speed. Unterwegs halten wir wieder an einem Floating home, was sich als der lokale Shop und Tankstelle herausstellt in der der Inhaber mit seiner Familie wohnt. In einem Wasserkanister wechseln 10l Benzin den Besitzer und dann geht es mit richtig Speed durchs flache Wasser, das sich beim Hand reinhalten als Badewannenwarm herausstellt.

Der letzte Abend endet natürlich an der Bar, hinter der der Motorbootfahrer im Bewegungstempo eines Faultieres Caipirinhas mixt die es richtig in sich haben. Wir quatschen mit allen möglichen anderen Reisenden. Nach dem ersten Caipi läuft Petras Englisch absolut flüssig, nach dem dritten gehen wir ins Bett ohne eine Erinnerung daran wie spät es war.

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Schwitzen

Ich habe noch nie im Leben so viel und so nonstop geschwitzt. Da man meist die Haut noch mit Sonnencreme zukleistert und da dann noch das Anti Mücken Gel drüberkommt ist es ja fast kein Wunder. Am Ersten Tag habe ich beschlossen, das ich die Hitze und die schwüle Luft einfach ignoriere. Dazu hab ich einfach die Benachrichtigungsfunktion für Temperatur und Klimaempfinden abgeschaltet. Dann kann man´s aushalten. Und immer viel Wasser trinken.
Heute ist es sogar ganz angenehm – es geht ein leichter Wind und trocknet das was der tägliche kurze aber heftige Regenschauer nass gemacht hat. Normalerweise unterbricht man das Schwitzen nur kurz zum Duschen. Selbiges erfolgt hier mit Flusswasser – der ist zum Glück nicht kalt denn es gibt nur eine Einstellung an der Dusche: Wasser an und Wasser aus. Der Amazonas bestimmt die Temperatur. Die ist aber ganz angenehm und der Umgebung angepasst.

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Auf der Suche nach dem Faultier

Es war aber zu faul um sich zu zeigen. Auch eine Expedition unserer Guides führte zu keinem Ergebnis. Wir hatten es morgens hoch oben im Baum gesehen aber jetzt war es nicht mehr aufzufinden.Stattdessen trafen wir auf dem Fluss einen Fischer beim Einholen seines Netzes. Wir durften ihm zusehen und er war über das Interesse und meine Fotosession sichtlich erfreut. Er präsentierte die größeren Fisch im Netz. Auch einige Piranhas und andere kleine Fische waren darunter – sie wurden aber befreit und in den Amazonas entlassen. Einer hatte Pech – ein Piranha hat ihm in den Hintern gebissen während er sich im Netz verfangen hatte.


Am Ende kam der Fischer an unser Boot und hielt mir seinen Eimer mit dem Tagesfang hin. Geduldig wartete er den Objektivwechsel ab weil er nu wirklich zu nah für ein Tele war. Ich sollte ein Bild machen.


  
Im Hintergrund sah man einige Leute quer durch den Fluss waten – so flach ist es zur Zeit. Kaimane und Piranhas und andere Fische sind da übrigens auch drin – stört hier aber wohl keinen so wirklich. Auf einem Kanu kamen ein paar Mädels angerudert – sie alle treffen sich beim Fischer auf seinem Fussballplatz zu einem Nachmittagsspiel. Dorthin läd er uns auch ein.


  
Erste Hürde: das Boot verlassen. Das Wasser ist so niedrig, das das Ufer aus Schlickmatschepampe besteht in die man einsinkt. Da Petra und ich festgestellt haben, das man im Boot immer vorne sitzen muß um alles mitzukriegen und zwischendurch den vorne sitzenden Guide mit Fragen zu löchern steigen wir als Erstes aus. Ich bleibe mal in der Pampe stehen und helfe beim Kanufesthalten. Und beim Engländer durch Matsche helfen. Zwei großgewachsene, durchtrainierte und maximalpigmentierte Typen in Fussballklamotten von Arsenal und Liverpool (wir erinnern uns – es sind Engländer) haben auf Schlick eine Körperbeherrschung wie eine neugeborene Giraffe auf Glatteis. Erstaunlich, daß ich sie nur festhalten und nicht den Hang hochtragen musste. Das Schauspiel wiederholte sich übrigens noch ein paar mal im Laufe des Nachmittags.

Oben angekommen lief schon das Fussballspiel auf einem Bolzplatz wie ihn die Deutsche Jugend seit 70 Jahren nicht mehr gesehen hat. Eine Truppe wirklich durchtrainierter Jugendlicher spielt 4 gegen vier mit Wechsel bei jedem Tor. Teilweis barfuss. Die Engländer mussten natürlich auch mitspielen. Ohne Schlick unter den Füssen kamen die beiden mit ihrer Motorik besser klar, waren aber den Einheimischen technisch unterlegen. Das ist der Brasilianische Nachwuchs… Der Fischer bekam das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht angesichts des Interesses an ihm.


  
Auf einmal galoppierten seine Schweine zum Wohnhaus – wenig später trieb der Ziegenbock seine Mädels in die gleiche Richtung – keine Ahnung ob es Abendessen gibt oder was los war. Ein grüner Papagei lebt auch im Haus. Aber es steht ihm frei durch die Gegend zu fliegen (wir erinnern uns hier an die fehlenden Fensterscheiben). So wie bei anderen Häusern alle Tiere frei rumlaufen. Warscheinlich haben sie einen natürlichen Zaun – auf den gerodeten Flächen können sie rumlaufen, am Waldrand ist kein Durchkommen (deswegen gibt man Ziegen auch keine Macheten) und an der Wasserlinie passen dieKaimane auf, das keiner abhaut.

Auf dem Rückweg hat sich dann ein Monkeyfisch freiwillig in der Nahrungskette vorne angestellt. Scheinbar von suizidalen Gedanken getrieben sprang er aus dem Wasser und landete im Bug. Blöd – ein gekonnter Griff in die Kiemen und er konnte nicht mehr weg. Magnim lieferte ihn später in der Küche ab – ca 40cm lang und bestimmt genug für 4 Personen. Mal sehen was es heute Mittag gibt…

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Guide

Jede Truppe, die anreist bekommt einen eigenen Guide, mit dem man alle Touren macht. Die Jungs sprechen mindestens Portugisisch und Englisch und lernen weitere Sprachen. Zwischendurch wird auch immer mal etwas Deutsch geübt oder gefragt wie man dies und das auf Deutsch ausdrückt. Die Guides wissen wirklich wovon sie reden und bewegen sich im Dschungel wie in ihrem Wohnzimmer. Überall finden sie etwas, was man gerade braucht – ein Blatt um Maniok auszupressen und den Saft aufzufangen, einzelne Palmenblätter um etwas zu flechten oder andere Fasern um eine Schlinge zu fertigen mit der man eine Vogelspinne schonend fängt. Oder man dreht sich aus einem ganzen Palmwedel mal eben ein Seil um an einer Kokospalme heraufzuklettern. Wichtigstes Werkzeug dabei immer die Machete oder bei unserem Guide ein Taschenmesser von halber Machetenlänge (siehe auch Crocodile Dundee oder Rambo).Unterstützt wird der Guide immer von einem Einheimischen, der um die (Fluss)Ecke wohnt, das Kanu fährt und sich hier perfekt auskennt. Ausser der Laberbacke von „Public Relations Manager“ (ja, er hat sich uns so vorgestellt) und den Guides arbeiten in der Küche und drumrum Leute, die hier wohnen. Also hier wohnen heisst im Umkleis der Lodge, hier stehen ja überall Häuser am Wasser – Mann/Frau kommt morgens mit dem Kanu – paddelnd oder mit Motor. Der PR Mann (maximal anfang 30?) ist so ne Art Hotelmanager – er kümmert sich um alles – und das tut er wirklich. Aber zwischendurch hängt er mit den Gästen ab und textet… Kleiner Macho halt…

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Besuch bei einheimischen Fischern

Heutiges Morgenprogramm ist, dass wir zu einer Insel mit den indigenen Bewohnern dieser Gegend fahren (gehört zum Touri-Programm). Die geplante Insel konnten wir aufgrund Wassermangels nicht anfahren, daher gings zu anderen Nachbarn. Auch hier war der Ausstieg aus dem Boot aufgrund des Wasserstandes, der aus meiner Sicht trotz der ersten Regenfälle nochmals abgesunken ist, ziemlich schwierig. Zum Glück hatten wir uns für unsere Wanderschuhe entschieden und blieben nicht, wie die anderen mit Ihren Flop-Flops im Schlamm stecken – war aber sehr lustig. Magnim hat uns ein wenig was dazu erklärt, wie die Leute hier so leben.
Als erstes waren wir in der Mehlfabrik. Also einem Unterstand aus Holz mit Palmwedeldach unter dem Maniok (die hiesige Stärkequelle und so etwas wie der Kartoffelersatz) zunächst gewässert, gemahlen und dann ausgepresst wird. Alles mit einfacher Holzmechanik – nur das Mahlwerk wird mit einem Motor angetrieben. Das Zeug ist eigentlich giftig und man muss erstmal was essbares daraus machen. Der ausgepresste Saft gibt eine gute Suppe, die die Lippen durch ihr Gift leicht taub macht, soll aber lecker sein. Der Rest wird in einer Paellapfanne mit 3m Durchmesser geröstet bzw getrocknet und was übrig bleibt ist das Maniokmehl aus dem man hier alles mögliche Kocht und Backt. Bei diesem Prozess des Trocknens in der Pfanne wird man wohl auch wieder ein bisschen high. Insgesamt dauert es ca 2 Wochen eine Ernte zu verarbeiten. Viel Geld bingt das dann für die harte Arbeit nicht ein, 100 Real für 60 kg Mehl.

Die Leute wohnen in Holzhäusern auf Pfählen oberhalb der Wasserlinie. Grosse „Bretterbuden“ in denen sich das Leben abspielt. Große rechteckige Ausschnitte in Fenstergröße dienen als ebensolche. Aber ohne Glas oder Fliegengitter. Man kann sie nur mit einer Luke ganz verschliessen.

Das Klo ist eine Holzhütte mit einem Loch im Boden mindestens 20m vom Haus entfernt. Drumrum bewegen sich Nutztiere wie Schweine, Ziegen und Hühner frei.

Strom gibt es seit 2008 aus der Leitung – also keine Generatoren mehr. Das hat Lula eingeführt und der Strom ist billig. Brauchwasser fördert eine Pumpe aus dem Fluss und Trinkwasser gibts in Flaschen. Auf dem Landweg sind die Häuser praktisch nicht zu erreichen. Die Strasse ist der Fluss.


Und wir reden hier nicht von Slums oder ärmlichen Verhältnissen sondern von dem Standard in dem die Fischer und Bauern hier leben. Und sie wirken dabei nicht unglücklich!

Der Junge hat gerade den Schweinen das Futter gebracht. Unter dem Mangobaum wohnen zwei Ferkel.

Das ist die ganz normale Toilette. Ein Loch im Boden. Immerhin kann man die Tür zumachen.

Ganz wichtig ist, das praktisch jedes Haus einen Fussballplatz hat. Wir haben auch spontan ein bisschen rumgekickt und weil unsere Englischen Begleiter nur ihre eigenen Balltricks vorführen wollten, hat Petra dann den Platzeigentümer – einen ca 12 jährigen Jungen ins Spiel geholt, der dann das Tor gehütet hat. Bis er nicht aufpasste und ich das 1:0 für Deutschland erzielen konnte. Das war auch der Endstand, da die Engländer ca 11m vom Tor entfernt waren konnten sie ja naturgemäß gar nicht treffen. Sofort kam die Erinnerung an das 7:1 hoch … und zumindestens in Brasilien hat man jetzt eine sehr hohe Meinung von meinen fussballerischen „Künsten“. Da man ja bekanntlich auf dem Höhepunkt seiner Karriere aufhören soll, werde ich in BRA nicht mehr spielen.

Die Leute leben hier vom Fischen und bauen noch ein bisschen Maniok an. Ansonsten ist das meiste für den Eigenverbrauch. Wenn der Amazonas so wie jetzt Niedrigwasser hat, unterstützt die Regierung die Bauern damit sie nicht immer weiter den Wald roden.

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Petri Heil

Ein hier ortsansässiger Adler war so freundlich uns eine Vorführung seines Könnens zu geben. Er guckte von oben beim Kreisen schon so komisch, so das ich einfach mal draufgehalten und dann Auslöser laufen lassen hab. Plötzlich stiess er runter, griff sich einen Fisch und zog wieder hoch.

Er ist Brasilianer, also lässt er sich gerne fotografieren – hat wohl die lange Optik gesehen – somit hat er noch majestätisch eine Runde gedreht, das ich ihn mit unterschiedlichen Hintergründen und Lichtrichtungen mit seinem Fisch fotografieren konnte bevor er zum Mittagessen davonflog.

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Nachtrag Piranhas

Petra fragt mich beim Mittagessen was eigentlich mit den geangelten Piranhas passiert ist. Keine 30 Sek später bekommen wir (nur unsere Angelgruppe) diese in einwandfreiem Zustand präsentiert. Fast wie gestern aus dem Wasser. Nur das sie zwischenzeitlich ausgenommen wurden und sich auf dem Grill aufwärmen durften.Nicht viel Fleisch dran, dafür ziemlich feste Gräten. Aber richtig lecker sind sie! Mit knuspriger Haut und festem Fleisch.

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Crocodile Dundee

Damit uns hier nicht langweilig wird, gibt es am zweiten Abend eine Sondervorstellung – nicht im Kino sondern live auf dem Wasser. Nach dem Abendessen geht es in unserem Kanu nochmal raus auf den Fluss – es ist inzwischen stockdunkel. Mir ist etwas unheimlich zu Mute, aber wenn ich mich auf meine anderen Sinne außer dem Sehen konzentriere, ist es schon spannend mitten im Regenwald auf dem Wasser zu sein.  Jeder ist vorsorglich mit einer Taschenlampe bewaffnet, aber mit der Zeit gewöhnen sich die Augen an die Dunkelheit. Unser Guide leuchtet voraus um einerseits die Orientierung für den Steuer-Mann hinten zu geben – das Wasser ist so flach, dass genau auf die Fahrrinnen geachtet werden muß. Andererseits sucht er das Flußufer und das seichte Wasser nach Kaimanen ab. Irgendwann schippern wir ganz ohne Motor und gespannt, was passieren wird auf dem ruhigen Wasser – psst, alle sind ganz still. Und dann, Mark? hat einen kleinen Kaiman mit den Händen gepackt; eine Hand im Genick, die andere an den Hinterläufen. (Eine Taschenlampe an, damit wir was sehen). Er erklärt uns das etwa 80 cm lange Tier. Er ist ca. 6 Monate alt, ist an der Unterseite weiß und obenrum so grün-braun-schwarz in entsprechendem Kroko-Style mit einem Kamm, der sich bis in den Schwanz zieht. Der eigentliche Unterschied zu den richtigen Krokodilen ist wohl nur, dass die Kaimane nicht ganz so groß werden.

In Ihrem Gebiss haben sie 70 Zähne, mit denen sie zwar gut zu beißen können, aber kauen klappt nicht damit, daher nur beißen und schlucken. Die Kaimane haben eine unglaubliche Kraft, den Kiefer zu schließen, aber kaum Muskeln, um ihn wieder zu öffnen. Bei Ihrer Beute beißen sie einmal zu und töten sie durch rollen unter Wasser, um sie dann mit einem Happen aufzufressen.

Wenn man sie döppt, kann man sehen wie eine Haut vor die Augen fährt und beim Auftauchen wieder zurückfährt. Sieht aus wie ein Scheibenwischer.

Vor einigen Jahren war der Bestand der Kaimane stark reduziert, weil sie gerne gejagt wurden und an die Leder-Industrie zur Fertigung von Schuhen, Taschen usw. verwand wurden. Gut, dass ich nicht so auf Kroko stehe, sonst hätte ich jetzt echt ein schlechtes Gewissen.


  
Am Ende durfte er natürlich wieder unversehrt zurück ins Wasser.

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Trekkingtour

Heute morgen war die Ansage: Lange Klamotten und Wanderschuhe – es geht in den Urwald. Wir sind ca 4h über fast unsichtbare Wege durch den sekundären und primären Wald gelaufen. Nahe des Flusses sind die Bäume noch kleiner weil alles immer mal wieder überflutet wird. An den Bäumen kann man sehen, wie hoch das Wasser in der Regenzeit steigt.Dann geht es weiter in den primären Wald – hier wird der Boden nicht überflutet und alles sieht anders aus. Vereinzelt riesige Bäume, wilde Bananen (da ist natürlich ein Zaun drum, damit sie nicht angreifen), Palmen und allerlei grünes Gestrüpp unterschiedlichster Art (die Biologen unter den Lesern mögen mit verzeihen). Der Guide kennt sich wirklich aus, erklärt alles mögliche und bastelt eine Schlinge aus einer Pflanzenfaser um eine Vogelspinne zu fangen und anschliessend unversehrt wieder freizulassen.


Wir lernen wie man mit ein paar zerriebenen Ameisen ein wirksames Mittel gegen Mücken einfach so wie am Selbstbedienungsspender findet oder aus einer Wasserliane sein Trinkwasser bezieht. Letzteres wird nicht ausprobiert, weil die Liane dabei kaputt geht und wir sind ja hier auf einer Ökolodge da wird nicht sinnlos zerstört. Das beim Zerreiben einige tausend Miniameisen zu einem Djungeldeo auf der Haut zerrieben werden sollte der Ameisenstaat verkraften. Und den Vorteil des Naturproduktes mit Anti Mückenwirkung erkauft man sich mit einem sehr natürlichen Duft. Man riecht ziemlich nach Ameisenmatsche und Wald. So passt man sich voll und ganz der Umgebung an. Jäger tun das auch um von den Tieren nicht gewittert zu werden. Ob sie vor dem Heimkommen im Amazonas baden damit die Frau sie überhaupt wieder ins Haus lässt wurde nicht weiter erörtert.


In einer kleinen Kokosnuss findet sich eine Larve, die sich nur von Kokosmilch ernährt und deswegen auch so schmeckt. Ansonsten ist sie natürlich sehr proteinreich. Da überlege ich nicht lange – lecker das Teil. Und gesund. Fast wie Bounty ohne Schokolade. Nur zum Öffnen braucht des das hiesige Universalwerkzeug – die Machete. Wer will kann so ein frisches Urwaldbounty probieren.

Aus einem Palmblatt kann man sich auch schnell ein Seil als Kletterhilfe drehen um einer Palme die Kokosnüsse abzutrotzen. Hab´s probier, ich ziehe da die Lösungen der Firma Stihl vor um die Kokosnüsse auf den Boden zu holen. Das Klettern ist sauschwer.

Bullenameise – zielich groß und schmerzhaft wenn sie beisst

Ohne Machete kein Durchkommen. Hier ist allerdings ein Trampelpfad.


  
Die Palme verhindert ganz wirksam das man an ihr hochklettert um ihr an die Nüsse zu gehen.
Die Programmansage für heute nachmittag haben wir verpasst – irgendwas mit fischen… – lassen wir uns überraschen.

Es ging zum Piranha-Fischen….

Sehr spannend, aber kein Sport für mich. Ich habe die Viecher eher gefüttert, als dass sie mir an den Haken gingen – davon Leben könnten wir also nicht. Trotzdem eine witzige Angelegenheit. Ein Rohrstock mit einer Nylon-Schnur und Haken dran. Daran wird dann ein kleines Stück rohes Beef aufgesteckt und ins Wasser gehängt, noch etwas mit dem Rohrstock das Wasser aufpeitschen und warten. Lange dauert es aber nicht, bis etwas an der Schnur zuppelt und dann bleibt hoffentlich ein Fisch dran hängen. Nachdem mir ein Piranha zwei mal vom Haken gesprungen ist, hatte ich von mind. 15 Versuchen zum Schluss doch einen an der Angel, aber der durfte dann weiterschwimmen, weil er zu klein war. Naja, Marco hatte zum Glück eine größere Ausbeute, so dass wir uns unser Abendessen verdient hatten – auch wenn es keinen Fisch gab.

 
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Kanuausflug

Unsere Hütte ist bezogen, dann geht es schon los auf eine Fahrt zum Tiere besuchen. Mit einem Kanu geht es wieder durch die Flussarme, die derzeit extrem wenig Wasser führen. Das ist normal und wird noch um ca 10m steigen. Dementsprechend hoch liegen die Häuser – wenn es nicht schwimmende Häuser sind, die man auch häufig sieht.Unterwegs gab es dann noch einmal ein paar Kaimane, Kanarienvögel, div andere Vögel – auch einen echten Adler (nicht einfach einen grossen Vogel den ich grundsätzlich als Adler bezeichne) und Kapuzineraffen sowie die pinken Delphine. Die sind eigentlich grau, verfärben sich aber aufgrund ihres Futters im Laufe der Zeit.

Wir sind immer noch mit der Gruppe unterwegs, mit der wir zusammen angekommen sind. Ist ganz lustig, ein paar Engländer und zwei alleinreisende Mädels aus Sao Paulo und Korea.

Die Guides sind immer zu zweit, erklären viel und gut und haben alles gut organisiert.

Zum Abendessen waren wir wieder zurück. Und irgendwie total fertig. Alles ist klamm, man schwitzt ständig und Petra vermisst das Belmond in Iguacu. Wir gehen früh ins Bett, weil es am nächsten Tag früh losgeht. Es ist eh um 19 Uhr dunkel.

Nachts ist im Urwald ein ziemlicher Lärm. Nonstop. Heiss ist es natürlich auch. Irgendwann schläft man aber ganz gut.

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Los gehts ins Abenteuer

Ich war ja wirklich sehr gespannt, was mich bei unserer Tour in den Dschungel so erwartet, d.h. ich hatte so gar keine Vorstellung oder Erwarung. Relativ schnell stellte ich fest, dass die Leute alle super nett und entspannt sind und auch ein paar von den Engländern noch nicht so richtig wußten, was sie erwartet (so wirkten sie jedenfalls).
Die Anreise mit den verschiedenen Verkehrsmitteln und einigen Erklärungen waren schon echt spannend und interessant; etwas über Land und Leute zu erfahren und die Natur zu erleben.

Hier angekommen gabs erstmal Lunch und dann konnten wir unseren „Private-Room“ beziehen. Über einen Steg führt der Weg vom „Mainhouse“ und Speiseraum rüber zu unserer Hütte. Inspizieren unserer Unterkunft der nächsten Tage. Okay, ich hab erstmal geschluckt, denn bisher habe ich immer etwas anders gewohnt. Aber egal, das kriegen wir hin. Unsere Hütte besteht aus einem neuneckigen Raum, etwa 6 qm darin ist ein großes und ein kleines Bett und im Anschluss ein Bad (Waschbecken, WC und Dusche).


  
Das Bad ist etwas speziell, da das Waschbecken sehr klein und in der Ecke ist, das WC abschüssig, so dass man immer aufpassen muß nicht runterzurutschen und dahinter die Dusche, d.h weitere Schräglage mit Duschkopf aus der Decke und Drehknopf für Wasser an in der Wand. Gut, dass wir in Curitiba die Badelatschen gekauft haben, denn dem Boden vertraue ich nicht so ganz. Und feucht ist es halt auch dauernd, wenn es draußen nass ist, wie soll es dann in einer Naßzelle trocknen?

Wir lassen weitestgehend Türen und Fenster offen und den Ventilator an. Die Fenster sind mit Moskito-Netz bespannt, so dass wir dauerlüften können. Über dem Bett war auch ein Moskitonetz, das wir aber zur Seite geräumt haben und Marco unseres augehängt hat (ich will ja nicht im Bett von anderen schlafen…) und hier kommen auch unsere dünnen mitgebrachten Innenschlafsäcke zum Einsatz. Die dünnen Baumwolldinger reichen als Decke völlig aus und ich hab sozusagen mein eigenes Bett dabei incl. unserer „unterwegs-Kopfkissen“. Gut, dass wir das ganze Geraffel dabei haben, denn sonst hätte ich etwas die Krise bekommen, aber so geht das für ein paar Tage und die Erlebnisse tagsüber sind es echt wert.

Handtücher gibt es hier in der Lodge, was aber auch erst am zweiten Tag möglich war, aber glücklicherweise haben wir Marcos Camping-Handtuch dabei, so dass einer ersten Dusche mit Amazonas-Wasser nichts im Wege stand – die war auch bitter nötig nach der Anreise bei den heißen, schwülen Temperaturen.

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Welcome to the jungle

Der Stadt sieht man ja schon an, das sie mal viel Geld hatte. Im Stadtkern stehen schöne alte Häuse rund um das Theater. Das ist aber laut Reisefüher auch schon die einzige Sehenswürdigkeit, so das wir auch nur auf dem Platz davor in einem Restaurant gegessen haben. Vorher sind wir noch eine Runde durch die Strassen gegangen und ich konnte endlich mein Problem lösen. Nachdem meine Uhr wegen Batteriemangel schon in Curitiba stehengeblieben ist, war ich auf der Suche nach einer günstigen Digitaluhr. Nachdem es überall nur relativ teuer oder groß und klumpig gab habe ich hier in einer Art Media Markt das Uhrenregal gefunden. Neben akustischen Gitarren, Keyboards und Aussenbordmotoren findet man selbstverständlich auch Handys und Casio Uhren.


Am Morgen hat uns dann der Fahrer von Amazongero pünktlich abgeholt und wir sind mit noch ein paar Anderen losgefahren in Richtung Hafen.

Hier landen die Fähren und Boote an und die Fischer laden ihren Fang aus. Entlang der Rampe zum Fluss gibt es viele kleine Läden, die den frischen Fisch verkaufen.

Vor der Rampe ist es allerdings ziemlich dreckig, weil der Amazonas gerade Niedrigwasser führt. Die Trockenzeit ist zu Ende und jetzt beginnt die Regenzeit. Der Pegel wird noch um einige Meter steigen, dann sieht es hier auch wieder besser aus.


Meeting of the Waters

Hier fliesst das kältere und saurere Wasser des Rio Negro in den wärmeren Rio Solimoes und bildet damit ab hier den Amazonas. Wegen der unterschiedlichen Temperatur und Dichte vermischt sich das Wasser auf einer Länge von ca 15km nicht. Die unterschiedliche Farbe des Wassers (mitgeführtes Sediment) zieht auf dem Wasser eine ziemlich deutliche Grenze. Spannendes Schauspiel.

Offroad Bus

Auf der anderen Seite angekommen steigen wir in einen Bus um. Ein ziemlich abgerockter 13 sitziger Reisebus, dessen Tür mit einem Seil zugehalten wird, weil die Schweissnaht der Verriegelungsstange gebrochen ist. Der Grund dafür erschliesst sich später, als wir nach einer Asphaltpiste auf eine Buschpiste abbiegen, die man eigentlich nicht in diesem Tempo mit einem Bus befährt. Jedenfalls nach Deutschen Masstäben. Eine Geländewagen ist hier nicht eine übertriebene Wahl. Über die Stossdämpfer habe ich nicht weiter nachgedacht und mich darauf verlassen, das die Fahrerin (die barfuss fährt weil sie ihre hohen Schuhe zum Fahren auszieht) Fahrzeug und Piste beherrscht.
Zwei Stunden lang fahren wir durch ehemaligen Urwald, der für die landwirtschaftliche Nutzung gerodet wurde. Weiter vom Fluss entfernt wird die Rodung frischer bis hin zu Brandgeruch und einigen Feuern. Hier wird gerade neues Ackerland geschaffen, das dann nach zwei Jahren auch wieder nur noch als Wiese taugt. Erschreckend grosse Flächen und wir sehen hier nur einen Bruchteil des (ex)Regenwaldes, obwohl wir aus der Luft schon einige gerodete Flächen erkennen konnten. Aber wer hier lebt und sonst kein Einkommen hat interessiert sich warscheinlich nicht wirklich für den Erhalt des Waldes – ist ja genug da…

Irgendwann wird es wieder unberührter und wir kommen an einen der zahlreichen Seitenarme des Amazonas. Hier wird in ein Kanu umgeladen und mit zwei kleinen Motorkanus geht es weiter zur Lodge. Ein Kanu mit und eins ohne Dach. Ich interessiere mich spontan für die Cabrio Variante – die ist kleiner, schneller beladen und fährt sofort los. Dunkle Wolken kündigen das Befüllen des Flusses an und wollen den Besuchern zeigen, warum es Regenwald heisst. Wir sind aber schneller – sehen unterwegs Kaimane und düsen in Richtung Jungle Hotel. Dort gibt es erstmal Mittagessen – und einen Wolkenbruch. Die Anderen kommen 15 min später während wir schon bei hauchzartem Gulasch sitzen und haben den Regen mutig mit ihrer Kleidung aufgefangen.

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Tour zur Lodge

Meeting of the Waters
Hier fliesst das kältere und saurere Wasser des Rio Negro in den wärmeren Amazonas. Wegen der unterschiedlichen Temperatur und Dichte vermischt sich das Wasser auf einer Länge von ca 15km nicht. Die unterschiedliche Farbe des Wassers (mitgeführtes Sediment) zieht auf dem Wasser eine ziemlich deutliche Grenze.

Offroad Bus

Auf der anderen Seite angekommen steigen wir in einen Bus um. Ein ziemlich abgerockter 13 sitziger Reisebus, dessen Tür mit einem Seil zugehalten wird, weil die Schweissnaht der Verriegelungsstange gebrochen ist. Der Grund dafür erschliesst sich später, als wir nach einer Asphaltpiste auf eine Buschpiste abbiegen, die man eigentlich nicht in diesem Tempo mit einem Bus befährt. Jedenfalls nach Deutschen Masstäben. Eine Geländewagen ist hier nicht eine übertriebene Wahl. Über die Stossdämpfer habe ich nicht weiter nachgedacht und mich darauf verlassen, das die Fahrerin (die barfuss fährt weil sie ihre hohen Schuhe zum Fahren auszieht) Fahrzeug und Piste beherrscht.

Zwei Stunden lang fahren wir durch ehemaligen Urwald, der für die landwirtschaftliche Nutzung gerodet wurde. Weiter vom Fluss entfernt wird die Rodung frischer bis hin zu Brandgeruch und einigen Feuern. Hier wird gerade neues Ackerland geschaffen, das dann nach zwei Jahren auch wieder nur noch als Wiese taugt. Erschreckend grosse Flächen und wir sehen hier nur einen Bruchteil des (ex)Regenwaldes, obwohl wir aus der Luft schon einige gerodete Flächen erkennen konnten. Aber wer hier lebt und sonst kein Einkommen hat interessiert sich warscheinlich nicht wirklich für den Erhalt des Waldes – ist ja genug da…

Irgendwann wird es wieder unberührter und wir kommen an einen der zahlreichen Seitenarme des Amazonas. Hier wird in ein Kanu umgeladen und mit zwei kleinen Motorkanus geht es weiter zur Lodge. Ein Kanu mit und eins ohne Dach. Ich interessiere mich spontan für die Cabrio Variante – die ist kleiner, schneller beladen und fährt sofort los. Dunkle Wolken kündigen das Befüllen des Flusses mit Regenwasser an und wollen den Besuchern zeigen, warum es Regenwald heisst. Wir sind aber schneller – sehen unterwegs Kaimane und düsen in Richtung Jungle Hotel. Dort gibt es erstmal Mittagessen – und einen ausgewachsenen Wolkenbruch. Die Anderen kommen 15 min später während wir schon bei hauchzartem Gulasch sitzen und haben den Regen mutig mit ihrer Kleidung aufgefangen damit er nicht in Kanu fliesst.

 
 
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Manaus

Wir sind heute in Manaus angekommen. Es ist warm und wahnsinnig schwül. Auch jetzt um 21 Uhr noch.

Am Flughafen hat uns der Tourveranstalter abgeholt und ins Büro gebracht um die Logistik zu erledigen wie sie es nennen. Dort haben wir auch den Chef von Gerotours kennengelernt, der sich als Gero himself vorstellt. Lustiger, netter, kleiner Typ. Macht bisher alles einen sehr organisierten Eindruck. Aber halt auf die Brasilianische Art.

Da sind wir die nächsten 5 Tage: www.amazongero.com

Da es da draussen keine Funkverbindung gibt, kommen die nächsten news erst ab dem 09. November. So lange melden wir uns ab. 

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Halbzeit

Einen Ersten Eindruck von Brasiliens Süden und den Menschen darin konnten wir uns jetzt verschaffen. Reich und arm liegen hier nicht weit auseinander. Durch die Fussgängerzonen und vor den Geschäften laufen neben Kunden, Geschäftsleuten und anderen Passanten auch manchmal die Müllsammler mit ihren Karren. Sie wohnen in den Fawelas und sortieren dort den gesammelten Müll bzw die Wertstoffe der Wegwerfgesellschaft und haben so ihr Auskommen. Letzlich haben sie so auch ihren Platz in dem Gesellschaftssystem. Nicht andes als die Pfandsammler in Deutschland. Andere leben in einfachen Häusern und bestreiten ihr Einkommen wie andere auch in Fabriken, Büros oder Behörden. Wer es sich leisten kann wohnt dann in den bewachten, umzäunten und kameragesicherten Condominhos. Der Elektrozaun auf der Mauerkrone wirkt schon ein bisschen wie das T-Rex-Gehege aus Jurassic Park. Manchmal auch kombiniert mit scharfem Stacheldraht. Immer mit Kameras und dem obligatorischen Wachmann am Eingang. Und hier reden wir jetzt nicht von Villen sondern von ganz normalen Einfamilienhäusern oder Reihenhäusern wo ganz normale Leute wohnen (so wie wir bei unseren Freunden auch). 

Luftspalte

Bei der Errichtung von Häusern gelten hier völlig andere Massstäbe als wir sie in Deutschland gewohnt sind. Einfachverglasung und Türen ohne Falz sind standard. Bei Neubauten!! Scheint die Sonne auf die Haustür, kann man sie zwischen Türrahmen und dem Türblatt sehen. Auf dem selben Weg bahnt sich natürlich auch Regen seinen Weg. Dementsprechend verzieht sich die Tür luftfeuchtigkeitsabhängig – vielleicht der Grund warum man hier kein Barometer braucht um die Luftfeuchtigkeit abzulesen. 

Das es hier und da mal reinregnet ist jetzt auch nicht so ungewöhnlich. In dem Bürogebäude in dem wir am ersten Tag waren, peitschte der Regen gegen die Treppenhausfenster. Die Abwesenheit von Falz und Dichtung hatte dem nichts entgegenzusetzen und so lief das Wasser halt rein, bildete einen Bach auf der Treppe und fiel in der Mitte des Treppenhauses der Schwerkraft folgend in den Eingangsbereich. Das Ganze auf jeder Etage eines 15 stöckigen Hauses. Im Eingangsbereich hat die Rezeptionistin dann alles aufgewischt. Der Rest läuft an den Wänden runter und versaut die Bausubstanz. Das interessiert aber offensichtlich niemanden.

Man baut Einfamilienhäuse hier in der Regel auch mit einer 10 cm Wandstärke aus Lochziegeln. Sofern der Wunsch nach Statik besteht, werden auch Stahlbetonstützen eingezogen. Stabil wirkt es im Rohbauzustand nicht wirklich, aber der Verputz verdeckt dann auch die Löcher im Mauerwerk. Isolierung verwenden übrigens nur Elektriker. Diese wiederum müssen wahre Chaosforscher sein. Strom und Telekommunikation kommen meist oberirdisch mit der üblichen historisch gewachsenen Kupferlandschaft in Form abenteuerlichen Makramees. So lange es funktioniert OK, aber einen Fehler suchen möchte ich insbesondere in der Telefonverteilung nicht. Und was für Folgen das Umklemmen eines Kabels hat würde ich nicht ausprobieren wollen. 

Strassenverkehr

Autofahren ist schon ein bisschen abenteuerlicher. Auf den Strassen ist alles unterwegs, was noch fahren kann und zu Fahrtbeginn auch anspringt. Gefahren wird zügig und effektiv. Das bedeutet aber gleichzeitig, das rote Ampeln nur die verschärfte Form eines Stopschildes sind. Beides gilt als Empfehlung für sinnvolles Fahrverhalten (ähnlich dem Serviervorschlag auf der Fertiggerichtpackung). Macht an Kreuzungen durchaus Sinn, aber warum sollte ein Motorradfahrer an einer roten Ampel in Abwesenheit von Querverkehr mit den Autos warten. Da kann man sich schon mal durchschlängeln und weiterfahren. A propos Motorradfahrer – Yamaha und Honda scheinen ihre gesamte Produktion an 125er Bikes hierhin zu liefern. Wer nicht Auto fährt ist mit so einer unterwegs. Auch eine Reihe Kuriere, die dann eine grosse Kunststoffbox hinten drauf haben und sich durch den Stadtverkehr schlängeln. Fahrräder und Roller gehören nicht zum Strassenverkehr.

Blinken beim Spurwechsel ist generell verpönt, das Tempolimit wird zwar weitgehend eingehalten aber trotzdem wird dort gefahren wo gerade Platz ist und man zügig vorankommt. Das Stadtgebiet von Curitiba besteht weitestgehend aus mehrspurigen Einbahnstrassen. Gewöhnungsbedürftig aber scheinbar nicht uneffektiv. Nerviger sind da schon die immer wieder eingebauten Schwellen, die einen zum Bremsen zwingen wenn man seine Stossdämpfer nicht eh schon in den zahlreichen Schlaglöchern ruiniert hat. 

Der Sicherheitsabstand gilt im übrigen erst als unterschritten, wenn zwei Festkörper wie etwa Stossstangen versuchen, sich gleichzeitig an der selben Position im Raum aufzuhalten, was nach den gängigen Gesetzen der Physik ja in der Regel nicht ohne Formveränderung vonstatten geht. Sofern noch etwas Luft ist, passt das also. Wie immer, wenn der Deutsche von den Fahrweisen im Ausland spricht natürlich auch hier die erstaunte Erkenntnis, das nichts passiert. Alle fahren so und rechnen auch mit allem. 


Parken

Parken ist auch so eine lustige Sache. Shopping Malls haben modernste (!) Leitsysteme mit einer Leuchtanzeige über jedem Parkplatz. Man wird durch ein volles Parkhaus zu einem freien Platz geleitet. Da träumen die meisten deutschen Parkpläze noch von. Parkt man am Strassenrand oder auf öffentlichen Plätzen so ist das zwar im Prinzip kostenlos aber wenn man zum Auto zurückkommt, ist auch immer ein selbsternannter Parkplatzwächter (manchmal in offiziell wirkender Warnweste, dafür ohne Zähne) zur Stelle. Mit ein paar Reais ist er glücklich, denn er hat ja auf das Auto (unabhängig von der Parkdauer) aufgepasst. Ob der Herr die Autoknacker erst anruft oder was passiert wenn wirklich ein unautorisierter Geselle einen vom Eigentümer nicht gewollten Besitzübergang einleitet, weiss ich auch nicht.

Dann gibt es noch die privaten Parkplätze in der Stadt oder auch an der Fähre zur Ilha do Mel. Wer etwas Platz für 10-30 Autos hat betreibt einen bewachten Parkplatz. Dort kann man sein Auto relativ sicher abstellen. Zumindestens gibt es eine gefühlte Sicherheit, da das Fahrzeug in einem abgeschlossenen Bereich steht. Ist glaub ich sogar versichert. Und damit hat auch wieder eine ganze Reihe von Parkplatzbewirtschaftungspersonal sein Auskommen.


Dienstleistungen

Überrascht war ich gestern Abend vom Gasmann. Der kommt nämlich nicht zum Zähler Ablesen sondern in Ermangelung eines unterirdisch verlegten Gasanschlusses zum Flasche wechseln. Als am Montag Abend kein warmes Wasser mehr kam (Gasdurchlauferhitzer), wurde einfach mal schnell ne neue Buddel geordert und um 22 Uhr an einem Feiertag kam er mit ner neuen 30kg Flasche. Kleinere Häuser werden von Motorrädern beliefert, wo auch schon mal 5 von den kleinen 11 kg Flaschen drangetüddelt sind und die sich dann durch den Verkehr schlängeln.

Kunst

Street Art könnte hier erfunden worden sein. Die Bilder Grafitti zu nennen, ist untertrieben. Es gibt Stellen mit wirklich beachtenswerten und aussagekräftigen Bildern. 

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Über den Wolken

Heute morgen ging’s wirklich früh los; um kurz nach 5 klingelte der Wecker, ein Kaffee/Tee und n bissl Müsli zum Frühstück, von Sandra verabschieden und mit Marcus ab zum Flughafen. Das lief flott durch, obwohl echt schon viele Leute unterwegs waren und wir waren schnell in Sao Paulo zu unserem Zwischenstopp. Mit Fensterplatz konnten wir uns noch einen Eindruck über diese riesige Metropole machen – Wahnsinn!
Jetzt sitzen wir wieder im gleichen Flugzeug, sind ein paar Plätze nach vorne gerückt und fliegen weiter nach Manaus. Hinter uns sitzt einer und sägt den Wald ab – hoffentlich nicht den Regenwald, wo wir morgen hinwollen!? Marco meint, dass etwa 1qkm schon abgeholzt ist – Brandrohdung wäre leiser!!!!!
Beim Blick aus dem Fenster ist nicht viel zu sehen, nur ein riesiger flauschiger Wolkenteppich unter uns und über uns Sonne und blauer Himmel (was uns in Curitiba etwas gefehlt hat). Über den Wolken……

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Flip-Flops

Heute noch schnell Flop-Flops gekauft. So gehen wir definitiv als Brasilianer durch.
  

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Packen

Petra ganz stolz mit allen Klamotten für 4 Tage Djungel (nur die beiden Päckchen). Nicht im Bild sind die Schuhe … 

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Unser letzter Tag bei Sandra und Marcus in Curitiba

Jetzt sitzen wir wieder zwischen gepackten Koffern und morgen geht es los nach Manaus und in den Regenwald – ich bin gespannt.

Nicht so einfach, sich zu überlegen, welche Kleider und Schuhe frau wann bzw. wo braucht und das drei Tage im voraus. und dann noch aufteilen, was in der Lodge gebraucht wird und in der Verwahrung in Manaus bleibt – da waren wir eben beide gefordert. Aber jetzt ist gepackt und bleibt so….

Morgen früh geht’s los und heute genießen wir noch die Stunden mit Marcus und Sandra; es war schön mit und bei Euch 🙂

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Heute mal Kultur – das Oscar Niemeyer Museum


Selbstverständlich passt der Schal zum Bild  

Lichtinstallationen

   
    
  
 

Insgesamt ein schönes Museum mit wechselnden Ausstellungen 

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Morretes

Auf dem Rückweg von unserem Ausflug auf die Insel wo eigentlich Honig fliesst (heute aber Wasser) sind wir noch in dem wirklich schönen Städtchen Morretes vorbeigefahren. Eigentlich macht man den Ausflug mit einer Bahnlinie die durch die Berge dorthin fährt. Die Strecke soll sich richtig lohnen. Aber bei Regen und Nebel bringt das nicht viel.

Ich hatte beschlossen, daß der Regen aufhört sobald wir in Morretes ankommen und er hat sich freundlicherweise daran gehalten, so das wir einen schönen Spaziergang ohne (!) Schirme machen konnten.

   
    

Bananen – die im Übrigen hier saumäßig lecker sind und nicht mit unserer fast schon industriellen Chiquita Massenware zu vergleichen – hat man hier einfach im Vorgarten. Auf dem Weg durch die Berge ans Meer kann man sie auch überall am Strassenrand in kleinen Läden kaufen. 

Der Wirt dieser gemütlichen Pousada hat extra für uns den Herd angeworfen und das hiesige traditionelle Rindfleischgericht gekocht für das die Leute üblicherweise mit dem Zug aus Curitiba anreisen, hier Mittags essen und dann wieder zurückfahren. Abends gibts das normalerweise nicht.

Einfach mageres Rindfleisch gewürzt und in einer Brühe gekocht bis es fasrig zerfällt dazu gibts Reis. Total Lecker.  
 

Die Deko in dem Laden besteht aus lauter alten Alltagsgegenständen wie dieser antiken Kiste Cola.

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Ilha do Mel

Das Wetter hatten wir uns ja hier wirklich ein bisschen besser vorgestellt aber letztlich wars ein schöner Tag.

   
Vorbei an den Fischern geht es hinaus in Richtung Honiginsel (Ilha do Mel)

    
Die Holzboote sehen schon sehr rudimentär zusammengezimmert aus – aber durchaus seetüchtig. Auf keinen Fall wird aber an farbenfroher Bemalung gespart.

Auf der Insel gibt es keine Autos, alles kann man zu Fuss erreichen. Es gibt eine ganze Reihe kleiner Shops und Pousadas (Pensionen) um die Nacht auf der Insel zu verbringen. Das war eigentlich auch unser Plan aber wegen dem langen Wochenende in Brasilien war alles ausgebucht. Letztlich hat sich das als gut erweisen weil ja das Wetter am Ende wirklich nicht so einladend war. 

    
Der Strand ist einfach der Hammer!

Auge  in Auge mit der Krabbe. Mist, keinen Campingkocher dabei … 
 Man  stelle sich diesen Stand jetzt bei Sonnenschein und 25 Grad vor … Der Sand geht ganz flach bis weit ins Meer hinaus. Man kann einfach in die Brandung laufen. Ohne Felsen oder Steine dazwischen. Und der Atlantik war angenehm warm. Hier konnte man es aushalten.

Am Ende hat es so geschüttet, daß wir in Badehose bis zur Fähre gegangen sind und uns erst dort die trockenen Sachen angezogen haben. Wir wären ansonst durch nass gewesen. Aber was macht schon ein warmer Sommerregen wenn man eh im Meer baden war. Kommt es auf das bisschen Wasser doch auch nicht mehr an.

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Ein Tag am Meer

Heute morgen sind wir extra früh aufgestanden, haben uns die Badehose eingepackt und sind an die Küste gefahren um einen schönen sonnigen Tag auf der Ilha do Mel zu verbringen. Der Tag war sehr schön, aber leider nicht sonnig…..

Nach der fast 2-stündigen Auto- und halbstündigen Bootfahrt waren wir auf der Insel und sprangen an dem schönen naturbelassenen Strand erstmal in die Fluten – es war etwas kalt, aber die Luft war warm und so ließ es sich gut aushalten. Als wir später auf unserer Decke lagen und auf die Sonne warteten, fühlte ich mich etwas beobachtet – insgesamt 3 kleinere und größere Krabben kamen zwischendurch aus der Erde und schauten etwas irritiert – ich auch!

Anstelle von Sonnenstrahlen fielen plötzlich Regentropfen vom Himmel…….

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Petras Hubschrauberflug


Sandra konnte den Piloten zum Glück überreden noch eineRunde mit uns zu drehen. Eigentlich wollte er Feierabend machen und nach Hause fliegen.
  
Der Park wo wir gestartet sind  – da wo auch die Wasserschweine wohnen.


Den Park im Bild haben wir ganz am Anfang besucht


Curitiba besteht in der Fläche aus viel Grün und einem ganzen Haufen kleiner Häuser. Mal eher einfache …


… aber auch ganz schicke.


  
Durch das Zentrum zieht sich aber auch eine ganze Reihe hoher Wohn und Bürohäuser

 
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Was das Leben so bietet…..

Heute komme ich auch mal wieder dazu etwas in unseren Blog zu schreiben. Die letzten drei Tage war ich nämlich damit beschäftigt, das überwältigende Naturschauspiel an den Wasserfällen zu bewundern, die Eindrücke zu verarbeiten und das luxuriöse Hotel zu genießen.
An diesem Ort ist es auch nicht schlimm, ein Jahr älter zu werden….. Besonders, weil auch so viele an mich gedacht und geschrieben haben – herzlichen Dank für die lieben Grüße und Wünsche, ich habe mich über jeden einzelnen gefreut.

So schön es in dem Hotel auch ist, aber das richtige Leben findet außerhalb und ohne Rundumsorglospaket statt.

Also sind wir gestern Abend wieder in unserem aktuellen zu hause (so kommt es uns schon vor) in Curitiba angekommen. Sandra und Marcus bieten uns hier auch rundum Versorgung – auch hierfür ein herzliches Danke schön!!!!

Und dann noch meine Geburtstagsüberraschung gestern Abend…..

ein Geburtstagskuchen (wirklich wie zu hause) und die Einladung für einen Rundflug über Curitiba – zu dem machen wir uns gleich mal auf den Weg….
Vielen lieben Dank für das tolle Geschenk!
Ich berichte…..

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Back to reality

Mit dem Betreten der Flughafenhalle haben wir die Luxusblase wieder verlassen – man fällt wieder in die Realität. Schade – aber noch ein paar Tage dort würden das Urlaubsbudget implodieren lassen.So einen wuseligen Check in habe ich auf noch keinem Flughafen gesehen. Sogar das Kind der Putzfrau lief hinter dem Tresen zwischen dem Check In Personal herum und irgendwie wirkte alles reichlich unkoordiniert. Dementsprechend lange dauerte es auch.

Bei der Handgepäckkontrolle haben sie dann mein Taschenmesser gefunden – also konnte ich zurück zum Check In und das Gewusel ein bisschen verstärken – sie holten meinen Koffer zurück, damit ich das Messer reinpacken konnte.

   
Die Wasserfälle von oben. Von links kommt der Iguacu und  stürzt nach der Kurve 60m ab.


Ein Teil von Curitiba im Landeanflug

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Heute mal relaxen

Für heute war nichts geplant. Einfach nur die Annehmlichkeiten des Hauses genießen. Fast wäre es schiefgegangen – wir haben zu lange geschlafen und beinahe das Frühstücksbuffett verpasst. Aber nach einem Blitzstart waren wir innerhalb von 5min im Restaurant am Pool und konnten in aller Ruhe Kaffee trinken und wach werden. Alles gut, war noch massig Zeit – so schnell räumen die hier kein Essen weg. Alleine das Fruchtbuffett … so einen Vitaminschock muss man erstmal verkraften.

Dann gings an den Pool. Wer das in diesem Hotel nicht macht verpasst etwas! Es gönnen sie nur wenige Leute diese Ruhe, daher ist es leer, ruhig und das Personal hat viel Zeit zwischendurch immer mal wieder eine Runde zu drehen und kleine Fruchtspieße, ein Eiswasser oder einen Minifruchtcocktail zu servieren. Wer gerade im Pool ist, bekommt es darin gereicht. Zwischendurch kommen auch noch eisgekühlte Handtücher mit denen man sich Kopf und Nacken kühlen kann. Alles Service des Hauses. Das Handtücher und Sonnenmilch zur Verfügung stehen, braucht eigentlich nicht extra erwähnt zu werden, oder? Das Ganze mit Blick auf das rosa Hauptgebäude unter strahlend blauem Himmel. Dazwischen Schmetterlinge und Vögel die Kunstflugvorführungen machen.

Lustig ist hier auch die „Uniform“ vom Personal – die Kellner am Pool tragen Strohhüte, die Gärtner Latzhose und Gärtnerhut, der Lifeguard weiß mit roter Aufschrift und das Hotelpersonal lässt sich auch ganz diskret in Gruppen einteilen.

Zum Abschluß nochmal im Spa duschen, einen Happen essen – Caipi dazu – und dann bringt uns der Fahrservice leider schon wieder an den Flughafen. 

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Nee, watt n Stress

Jetzt müssen wir bis heute Abend auf den Flieger warten. Mist, nichtmal ne Party am Pool – moment, der Kellner kommt mit den Cocktails…

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Nachtrag

Noch ein paar Bilder aus Iguacu. Schmetterlinge sitzen einfach überall herum und lassen sich tragen

  
Gepflegt sitzen und warten auf das Geburtstagsessen mit dem Wasserfall im Hintergrund

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Argentinien


Nur Brasilienurlaub ist ja ein bisschen wenig. Deswegen sind wir heute nach Argentinien rübergefahren und haben uns die Fälle von der anderen Seite angesehen. Standesgemäß natürlich mit dem Hotelfahrer, der uns über die Grenze bis in den Argentinischen Nationalpark gebracht hat und am Ende auch wieder abgeholt hat. Wer will schon mit dem Proteltariat in einem muffigen Bus sitzen 😉  Ein bisschen Dekadenz muss schon sein, sonst passt das nicht zum Stil des Hotels und man kommt ganz durcheinander.

Auf beiden Seiten ist hier alles perfekt organisiert. Man geht über befestigte Wege und Stege, es gibt im Zentrum Toiletten und Kiosks. Zum Glück verläuft es sich recht schnell, so dass man nicht in einem Touripulk unterwegs ist. An den Aussichtspunkten ist dann aber schon wieder ein bisschen mehr los.



Diese Schmetterlinge – die einen hier in Massen umflattern – sind, wenn sie nicht gerade rumflattern ziemlich intelligente Zeitgenossen. Sie landen einfach auf einem und lassen sich durch die Gegend tragen. Aber wehe man versucht das mal umgekehrt…


Kann natürlich auch sehr dekorativ aussehen.


Aber es geht ja hier um Wasserfälle. Hier mal wieder ein kleiner Ausschnitt davon.


Es ist einfach beeindruckend was für Wassermassen sich da ununterbrochen hinunterstürzen. Wenn man anstatt mit dem Selfiestick zu hantieren oder aus der Bewegung heraus ein Bild zu machen um seine physische Anwesenheit zu beweisen einfach mal ruhig stehen bleibt und dem Wasser zuhört (es ist laut) und das Ganze wirken lässt – überwältigend.

Mit der Mittagssonne im Rücken gibt es die feinsten Regenbögen. Über den Steg kommt man wirklich bis an die Kante des 60m hohen Falls. Irre Position.
  

Angesichts der Sonne heute mal gut behütet
Nix für Kanufaher und fürs Rafting eindeutig zu hoch.

 Zum Abschluss ein Selfie mal anders

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Wasser ist nass

Gerade kommen wir von der ersten Wanderung wieder. Ca 1km Weg entlang der Wasserfälle mit einem patschnassen Höhepunkt. Am Ende führt ein Steg über die Fälle – oder besser gesagt einen der unzähligen Wasserfälle. Es sind so viele auf so einer großen Fläche. In der Gischt wird man patschnass. Bei den schwülwarmen Temperaturen macht das aber nichts.
   
   

Wenn alle Leute mit ihren Selfiesticks rummachen und nur mit Bildern heimkommen wo sie selbst mit einer tollen Attraktion im Hintergrund drauf sind, dann machen wir halt die altmodische Variante. Hier zeigt uns Petra gerade, wo der Wasserfall ist 😉

  
Und jetzt nochmal ein Selfie nachem wir den Fällen etwas näher gekommen sind.
Für Tierfreunde gibts hier noch ein paar Arten, die wir unterwegs so getroffen haben.

    
   
Am Ende haben wir noch eine Affenfamilie im Baum rumklettern sehen. Leider ging es so schnell, daß der Autofocus falsch eingestellt wer – ich hab Bilder von tollen, knackscharfen Ästen mit einem schwarzen, unscharfen Fellknäuel dazwischen. Egal – aber wir haben sie gesehen… 

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Hotel

Unser Domizil für die nächsten drei Tage. Ich denke, man kann es hier aushalten…
   
   

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so lässt’s sich leben….

Nach dem Ankommen im Hotel, gemütlich was trinken und einer Runde zu den Wasserfällen kamen wir eben klitschnass wieder in unserem Luxus-Domizil an. Und siehe da, unser Zimmer ist für die Nachtruhe vorbereitet, Bett aufgedeckt, Schlappen daneben und ein Betthupferl. Und zur Krönung klopft ein Kellner an die Tür und bringt eine Obstschale…..
Bleibt das so, wenn man älter wird? Dann freue ich mich drauf….

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Petra beim Bloggen

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Willkommen in der Welt der Schönen, Reichen und ganz schön Reichen

Mit etwas Verspätung (typisch brasilianisch) sind wir heute morgen von Curitiba nach Foz de Iguacu geflogen. Am Flughafen wurden wir gleich nach der Landung von unserem Fahrer vom Hotel mit „Mr. Marco Blume“ in großer Schrift auf seinem IPad erwartet – ich bin da nur Dekoration 🙂
Er übernahm direkt das Gepäck und fragte, bevor wir die 20-minütige Fahrt antreten, ob noch jemand auf Toilette müsste ? Das ist Service…..
Im Auto gab’s auch gleich ein gekühltes Wasser und los geht’s in den Nationalpark zu unserem Hotel.

Sehr schickes Haus, alter Kolonial-Stil, freundliches und zuvorkommendes Personal, Koffer wird aufs Zimmer gebracht, 2 Restaurants (für jeden Tag eins), Palmen vor dem Fenster und nach einem Gang über die Straße schaut man direkt auf die Wasserfälle.

So gefällt mir das 😀

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Feinstaub…

… gibts hier gar nicht. Wenn ein Diesel hier rußt, dann richtig. So ein alter Truck hält sich nicht mit der Produktion von neumodischem Firlefanz wie lungengängigen Nanopartikeln auf. Sowas gabs noch gar nicht, das so mancher LKW gebaut wurde. Da kommt noch ehrlicher, schwarzer Ruß aus dem Auspuff – und den kann man einfach abhusten. 

Die Mischung an Fahrzeugen ist hier wirklich interessant. Es fährt noch ein Haufen uralter Autos rum, die in den 70er und 80er Jahren mal neu waren. Manchmal in einem zweifelhaften Zustand der fortgeschrittenen Oxidation. Eine Menge halbwegs aktueller Fahrzeuge und wenige ganz Neue – macht bei den Strassenverhältnissen aber auch keinen Sinn. Geht nix über Blattfedern und robuste Stoßdämpfer.

Hier kann man auch sehen, das die alten Mercedes Nutzfahrzeuge für die Ewigkeit gebaut sind. Die fahren reihenweise hier rum und produzieren auf sehr laute Art und Weise schwarzen Rauch. Aber sie erfüllen ihren Zweck und lassen sich ohne Notebook mit handelsüblichem Werkzeug reparieren. Deswegen verirrt sich wohl auch kein Actros oder ähnliches hier hin – den fahrenden Computer kann hier kein Mensch reparieren.

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Werttransporte

Hier sind die Fahrzeuge für Geldtransporte noch beeindruckend. Man traut sich gar nicht so ein Ding zu überfallen. Dagegen sehen die meisten Wagen in Deutschland eher harmlos aus. Der Motor klingt auch eher wie ein Panzer.

Auch das Vorgehen der 4 Mann Besatzung ist wie im Kriegsgebiet: Erst steigt einer aus und checkt die Lage vor und in der Bank. Dann kommen zwei weitere – einer mit dem wichtigen Rucksack und einer mit Sonnenbrille der die Rückendeckung übernimmt. Das Ganze mit gezogenen Waffen. Der Vierte bleibt im Wagen und trinkt Kaffee und isst Donuts – oder was Wachleute halt so machen …

Auf dem Rückzug sichern sie sich wieder rundum als wenn überall der Waldwatz lauern könnte. Dabei gab es in der Bank gar nichts zu holen – die haben nämlich gestreikt. Aber vielleicht musste der Rucksacktyp auch einfach nur aufs Klo…

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Globalisierung

Es gibt Dinge, die gibts weltweit. Zum Beispiel die berühmten Indianer mit ihrem Panflötensound. Natürlich wie überall mit eigenem Moppel und Verstärkeranlage. Und das Beste: Sie spielen die Melodie von Griechischem Wein und verkaufen CD´s dazu…

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Montag halt…

Heute ist Montag – merkt man auch. Alles fing damit an, das wir ein Taxi vorbestellt hatten um uns mit Sandra in der Stadt zu treffen – klappt sonst immer – heute kam keins. Nach einer grosszügigen Wartezeit haben wir dann ein Neues geordert – das klappte dann auch. Als nächstes wurden die Apotheken und Drogerien nach Drachenblut abgeklappert – man erntet von wissendem Nicken bis leerem Blick alles – manchmal sogar Tips wo man das Zeug bekommt. Zwei Läden schicken uns in den selben Laden – dort wieder nur unverständiges Gucken – die kannten das Zeug nicht haben aber eine Idee, wo man das bekommen könnte – mal sehen ob wir da noch vorbeikommen. Eigentlich kein Wunder – wenn ein Deutscher Drachenblut haben möchte sollte er vielleicht besser Siegfried heissen…

Neuer Plan – wir fahren mit der Linea Touristica noch eine Runde, die Tickets sind ja noch gültig. Nach einigem Warten an der Haltestelle dann die Erkenntnis eines Passanten: Montags fährt die Linie nicht.

OK, neuer Plan: Mit dem Taxi ins Oscar Niemeyer Museum. Tja, Montags geschlossen. Also zu Fuss durch den Park (Curitiba ist voller Parks – immer ein bisschen Urwald zwischen den Häusern. Tolle Sache) und wieder in Richtung Innenstadt. Auf dem Weg Petras Idee, wir könnten ins Fotomuseum. Gutee Idee, schlechter Tag – Montag eben – es ist zu.

Neuer Plan: Wir suchen uns ein Cafe und trinken Kaffee. Schönes Cafe gefunden, riesige Kuchenauswahl, passt also. War ein guter Plan: Es gibt einen Wolkenbruch (den ersten heute). Nach ausgiebigem Quatschen im Cafe dann wieder los und dann ganz gemütlich mit dem Taxi zurück. Jetzt sitzen wir hier und planen die nächsten Events in Iguacu und für das nächste Wochenende. Irgendwie ist das Wetter für´s WE noch eine größere Unbekannte. 

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Selfie

Selfies wie sie hier an jeder Ecke andauernd gemacht werden … Anfänger …  

… oder einfach mal mit Profis arbeiten !

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Shopping in der Markthalle

Lebensmittel auf einem richtigen Markt kaufen macht ja um Längen mehr Spaß als in einem langweiligen Supermarkt. Und bessere Sachen gibts da ja eh.   
Hier zum Beispiel frisches Rindfleich beim Metzger

 oder Fisch beim Fischer 

und natürlich Obst beim Obstler.  

So sieht Kakao aus, bevor einer Zucker dabeigekippt hat und Milka draufschreibt  

Bohnen und Nüsse werden direkt aus Säcken abgewogen und verkauft  

So sieht Verkaufen aus  

und so, wenn man alles zusammen hat. Natürlich mal wieder viel mehr als wir eigentlich brauchen aber vieles sah einfach zu lecker aus… 

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A walk in the Park

Das Wahrzeichen von Curitiba – der Park mit seinem Palmenhaus

und Blick auf die Skyline  

Daraus werden mal Bananen  

Diese kultigen Traumautos fahren hier noch überall rum. In jedem Aggregatzustand – von Rostlaube über so ein Nautzfahrzeug bis hin zu Einsatzfahrzeugen der Stadtverwaltung. Den eckigen T2 oder noch neuer sieht man gar nicht – sehr stilvoll! Ich glaub ich nehm mir so einen mit… 

Einer von vielen Popkornwagen im Park. Frischer gehts nicht – besser als auf jeder Kirmes. In einem kleinen Blechtopf wird alles frisch auf dem Gasherd gemacht. Die Lampe ist auch einen Gaslaterne.  

Und hier gibt es frisch gepressten Zuckerrohrsaft. Ein stück Zuckerrohr wird durch eine elektrische Presse geschoben und unten kommt Saft raus. Ist süß und erfrischend ohne dabei klebrig süß zu sein. Kaum zu glauben aber das taugt als Erfrischung.  

Müll wird hier übrigens auch getrennt  

Fällt ein Schwein ins Wasser hat man ein Wasserschwein. Die sind in diesem Park wohl reihenweise ins Wasser gefallen weil hier eine ganze Menge von diesen friedlichen Zeitgenossen herumlungern.  

So sehen sie dann ohne Wasser drumrum aus  
  

Schildkröten wohnen hier auch  

genauso wie dieser schön gezeichnete Erpel  

hier fliegt jemand  

und im Baum krakelt oben ein Tukan  

Fliegen kann er auch… 

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Impressionen aus Curitiba

   
Hier mal die guten Lagen mit Blick auf den Park

 Die Stacheldrahtrollen sieht man in der Stadt überall. Grundstücke oder Wohnanlagen sind bewacht und mit S-Rollen und oft auch Lichtschranken und vor allem noch Elektrozäunen gesichert. 
 
In der Innenstadt finden sich dann auch noch viele von den schönen alten Fassaden

  
Hier nimmt jemand den Einbruchsschutz richtig ernst. Über´s Dach kommt da keiner…

  
Platz für einen Friseur ist in der kleinsten Hütte

   
Ob der Sammler auch ein Kunde dieses Instituts ist?

Hier wird Müll gesammelt um mit den Wertstoffen noch ein paar Reais zu verdienen  

Strassenszene…

 Schulausflug …

 Die Militärpolizei fährt Streife im Park

während diese Herren in Ruhe die Szenerie beobachten

  Der Wachhund behält den Überblick

Eine typische Werkstatt an der Strasse  

Ein nicht ganz so schöner Laden

 und eine ganz normale Waschanlage. Auto auf die Rampe fahren und dann wird es gewaschen (von Hand). Ölabscheider und der ganze andere technische Kram werden sowiso überbewertet…

  
Bushaltestellen sind dagegen wieder topmodern. Man checkt schon in dem Warteraum in den Bus ein und wenn der dann kommt klappt er eine Gangway aus, über die man einsteigt.

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was man an einem Sonntag in der Stadt so macht…..

Nach dem gestrigen Ausflug in die Natur waren wir heute (ohne Regen) in Curitiba unterwegs.

Als erstes sind wir in die Markthalle von Curitiba gefahren. Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch in vielen Sorten und auch getrocknete und kandierten Früchte, Nüsse, Blumen uvm.  – herrlich!!! Klar, dass wir hier unser Abendessen einkaufen – Marcus hat was Leckeres für uns gezaubert.

Nachdem wir unsere Tüten mit allem möglichen Obst (u.a. irgendein Überraschung-Obst, das wir die nächsten Tagen probieren) und Gemüse im Kofferraum verstaut waren, ging’s weiter in den Botanischen Garten zu einem Spaziergang. Selbstverständlich haben wir, wie alle Brasilianer hier auch ein Selfie gemacht….

Nach einer Kaffee-und-Kuchen-Pause in dem schönen kleinen Café Lukka sind wir noch an den Barigüi (einer der vielen Stadtparks) gefahren und haben hier die Wasserschweine besucht, einen Löffelstorch und andere tolle Tiere gesehen….

Mal sehen, was wir morgen machen…

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Nochmal Natur

Die Sandsteinfelsen im Naturpark  
Nochmal die Höhle mit dem Wasserfall. Rechts ist die Schlucht durch die man hineinkommt.  

Die Mädels im Dschungel  

Gefährlich – ein wildes Tier …

Der Brasilianer an sich scheint ein sehr gespanntes Verhältnis zur Natur zu haben. Alle wilden Tiere (auch dieses) sind potentiell gefährlich. Und eigentlich hat er auch keine Lust auf Wildnis. Selbst eine Führerin im Park – also hauptberuflich Outdoormensch – warnte vor allem möglichen  Gefahren. Vielleicht hat sie auch deshalb ununterbrochen auf Portugisisch gelabert um ihre eigene Angst in der wilden Natur zu überspielen – so wie Pfeifen im Keller… 

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Parque Vila Velha

   
    
Der Wasserfall in der Höhle

 
… ein cooler Ort

Eine niedliche Klapperschlange  
Die Eule haben wir aufgescheucht, deswegen guckt sie wohl so böse 

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Curitiba ohne Regen

Die Stadt gibts auch trocken. Heute waren wir in der City unterwegs und haben Parks mit Urwald und krakelenden Tieren angesehen und dann eine Rundfahrt mit dem Bus durch die City gemacht. 

Nach so viel Sightseeing wurde dann die Werbebotschaft eines lokalen Burgerbraters überprüft – es war von „best burger in the world“ die Rede. OK – ich muss noch Tests in ein weiteren Ländern machen, aber bislang können wir das mal so stehen lassen.

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Bilder

 
   
Irgendwie wirken die Farben bei Sonnenschein besser.

Aber meine ehemalige Lieblingsschwester hat ja gesagt, ich soll keinen Palmenfotos hochladen – deswegen regnets jetzt. Hoffentlich will sie bald schöne Strandfotos sehen…

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Tag 2 – Curitiba von der nassen Seite

Morgens fahren wir mit Sandra motiviert ins Centro – endlich mehr von der Stadt sehen, in der wir die nächsten Tage sind.

Zuerst gehen wir in Sandras Lieblingsladen vorbei. Während wir warten, bis die Tür auf geht (etwa 20 Minuten, weil er das Klopfen nicht gehört hat) stehen wir im Treppenhaus, 7.Stock und schauen dem Regen zu, der schon wieder angefangen hat. Seltsam ist, als der Regen durch das geschlossen Fenster reinfließt, nicht nur Tropfen, sondern schon eher Liter und aus den oberen Stockwerken tropft es schon durchs Treppenhaus – wir entschließen und jetzt endlich mal in den Laden zu gehen….

Wieder vor der Tür regnet’s immer noch und wird nicht weniger, im Schnellspurt gehen wir in die nahegelegene Kathedrale, da ist es trocken. Als wir weitergehen wollen – der Regen hat etwas nachgelassen – spricht uns eine ältere Brasilianerin an und textet Sandra zu; ich hab nix verstanden, aber freundlich gelächelt, was sie weiter motiviert hat zu erzählen…. Ergebnis: wir kennen ihre Lebensgeschichte und der Regen ist wieder stärker geworden. Wir flüchten ins nächste Pub, da ist es trocken, gibt’s was warmes zu trinken und zu Essen. Da es dann immer noch regnet und wir nasse Füße haben, beschließen wir wieder nach Hause zu fahren die City-Tour bei besserem Wetter fortzusetzen.

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Tag 1 – ankommen in Curitiba

Nach dem gemeinsamen Frühstück gehen Marcus und Sandra ihren Beschäftigungen nach und wir legen uns erstmal ne Runde aufs Ohr. Ein Gewitter, das fast den ganzen Nachmittag andauert, hält uns davon ab schon in die Stadt zu fahren, dann geht’s eben nachher ne Runde um den Block…..

Lustige Haus- d.h. besser Gartentiere haben die beiden hier – vor dem Küchenfenster hängt eine Wassertränke für Kolibris. Zwischendurch kommt so ein grüner Flugkörper, steckt seinen Schnabel rein und fliegt wieder weg…. Der Flügelschlag ist so schnell, dass man Flügel nur ahnen kann – sehr lustig.

Sandra hat abends für uns etwas leckeres Brasilianisches gekocht und weil die vorherige Nacht etwas kurz war, geht’s früh ins Bett….

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Angekommen

OK, geschafft. Sandra und Marcus haben uns am Flughafen abgeholt und dann gab´s erstmal Frühstück. 
So rein körperlich sind wir anwesend aber irgendwie schafft man es nicht zu realisieren, dass wir am anderen Ende der Welt sind. Der Kopf ist noch unterwegs. Man setzt sich in Mannheim in den Zug und begibt sich damit in die Transportmaschinerie, die einen dann Stunden später in Curitiba wieder ausspuckt ohne dass man dieses System in der Zwischenzeit wirklich verlassen hätte. Flughäfen und Flugzeuge sehen auf der ganzen Welt gleich aus (zumindestens die die ich bisher gesehen habe, das mag in Sibirien anders sein), so dass einem die Veränderung erst langsam dämmert – zum Beispiel auf dem Weg durch die Stadt wo alles „ein bissen“ anders aussieht.

Jetzt erstmal relaxen, an die warmen Temperaturen gewöhnen und dann mal sehen wie es die nächsten Tage weitergeht.

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Weiter gehts …

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Sao Paulo

Ich dachte immer Fliegen wäre reine Physik. Unser Flugzeug setzte da eher auf Magie…

  
Wir machen grad mal n Zwischenstop und in 1,5h gehts weiter. 

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….

…gute Planung ist alles!
Es war zwar etwas hektisch, bis die Tür hinter uns zu war, aber mit einem leckeren pfälzer Mittagessen bei Mama sind wir gestärkt zeitig gestartet. Jetzt warten wir auf den Abflug und freuen uns auf die Sonne und 30 Grad morgen in Curitiba.

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auf dem Flughafen

Endlich geht es los – nach einem Jahr Vorbereitung, einem stressigen letzten Arbeitstag und einem katastrophalen Morgen… 
Wenn der Tag damit startet, dass ein Horst von den Wasserwerken um 8 Uhr mit 10 min (!) Vorwarnzeit das Wasser abstellt und meine Kaffeemaschine wegen Wassermangel das Kaffeekochen verweigert, ist das definitiv kein guter Start in den Tag. Das hat der Typ glaub ich gemerkt als ich mich mit bester morgensfrühausdembettgeklingelt Laune nach seinem Geisteszustand erkundigt habe und sich sicherheitshalber beeilt. Überlebenstrieb hat er … Profis sagen einfach nen Tag vorher Bescheid.

Aber jetzt ist alles eingepackt und eingecheckt und es gibt erstmal in Ruhe n Kaffee bevor dann die 12h Stillsitzen im Flieger beginnen.

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Jetzt gehts los

Natürlich mit einem Selfi 

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Kann losgehen …

Schnell noch alle Akkus laden …

  
… gepackt ist alles – nur noch schnell schlafen, dann gehts los!

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Vorbereitungen laufen

Die Flüge sind gebucht…

Hier liegt das erste Ziel: