Es gibt Strom (der manchmal ausfällt, weil irgendwo der zentrale Dieselgenerator gewartet wird), Brauchwasser per Pumpe aus dem Fluss und Fernsehen per Satellit. Telefon ist eine Art funkbetriebenes Netz mit Richtantennen. Mobilfunk gibt es hier nicht. Internet natürlich auch nicht. Ein Smartphone haben einige natürlich trotzem für Spiele, Musik, Daddeln, Fotos, usw. Es wird dann alles runtergeladen wenn mal irgendwo WLAN oder Funknetz ist. Also in Manaus oder an den Häfen.
Bootsmotoren sind ordentliche Honda oder Suzuki und ein Elektrolux Kühlschrank kann hier durchaus 30 Jahre im Betrieb sein. Und wenn er stirbt, eignet sich das Kondensatorgitter von der Rückseite noch als Grillrost (so gesehen beim Fischer der uns eingeladen hat).
Man lebt einfach aber vermutlich stressfrei. Weit weg von den Problemen der Welt. Dafür mit ganz eigenen. Beispielsweise der Strasse. Also der Wasserstrasse. Deren Wasserstand sinkt nämlich derzeit noch weiter, so das das Kanu zwischendurch schon Grundberührung hat. Wenn es nicht bald Regen gibt, müssen die Lodgegäste ihre Koffer hierhin tragen weil der Wasserweg austrocknet. In ein paar Tagen kann es so weit sein.