Am Freitag abend wurden wir nach unserer 20-stündigen Rückreise von Rio über London und Frankfurt von meinen Eltern am Bahnhof in Mannheim abgeholt und herzlich begrüßt. Jetzt sind wir wieder zu hause im beschaulichen Otterstadt – alles ist, wie wir es vor 3 1/2 Wochen verlassen haben.
Nicht alles – nach dem Auspacken unserer Taschen türmen sich kleine Wäschberge vor der Waschmaschine, die erstmal abgearbeitet werden müssen. Die Maschine läuft im Dauerbetrieb und wird nur durch mangelnden Platz auf den Wäscheständern gebremst. Da es draußen jetzt schon richtig Herbst ist und wir etwas verfroren sind, holen wir warme Klamotten aus dem Schrank und die Waschmaschine darf etwas pausieren.
Jetzt ist auch Zeit ein Fazit zu unserem Urlaub zu ziehen:
Wir hatten eine sehr schöne Zeit in Brasilien; angefangen in Curitiba bei Sandra und Marcus, die uns ihre Übergangs-Heimat nähergebracht und uns einen Blick in das brasilianische Leben ermöglicht haben und wir so gut in unserem Urlaubsland ankommen konnten. Die Wasserfälle in Foz de Iguacu – ein einmaliges Naturschauspiel, ein luxeriöses Hotel und ein toller Ort um Geburtstag zu feiern. Manaus und der Dschungel – back to basic – tolle Erfahrungen mit und in der Natur, für mich grenzwertige Wohnbedingungen und die Feststellung, dass es sich auch gut ohne Internet, Mobilfunknetz und unter sehr einfachen Bedingungen leben lässt. Interessante Menschen und Kommunikation ohne die Sprache zu sprechen, aber mit Händen und Füßen oder nur einem Lächeln und Winken oder „Daumen hoch“ funktioniert auch. Und Rio de Janeiro, das Highlight zum Abschluss – zurück in der Zivilisation und dem Leben im Schein der Äußerlichkeiten. Rio, eine riesige Stadt und riesige Strände, überall sehr laut und immer Gewusel entweder durch Touristen oder Brasilianer. Leider nur „normales“ Sightseeing, weil 3 Tage definitiv zu kurz sind für diese Stadt, jedenfalls sehr beeindruckend.
Brasilien ist ein interessantes Land mit besonders vielfältiger Natur (kein Wunder bei der riesigen Fläche). Wir hatten einen einmaligen und schönen Urlaub mit vielen Erlebnissen und schönen Erholungspausen.
Nachtrag zu Sicherheit:
In den brasilianischen Großstädten ist es nicht anders, als in anderen Großstädten auch und entsprechend verhalten wir uns und nichts passiert. Was aber richtig befremdend ist, und dazu fehlen mir echt die Worte, wenn ich bei der Sicherheitskontrolle in London (wir hatten nur einen Zwischenstopp) aus „Sicherheitsgründen“ regulär gekaufte Ware (duty free in Rio) abgeben muß, weil es die falsche Tüte und nicht ordnungsgemäß (nach englischen Maßstäben) versiegelt ist. Oh, damit bin ich aber schon über den Atlantik geflogen!? Verstehen muß ich das nicht!