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relax

Für heute Morgen haben wir uns tourmäßig abgemeldet. Einfach nur den Vormittag bei Sonnenschein abhängen, in Ruhe Packen, Blog schreiben und heute Mittag gehts dann zurück in Richtung Manaus.

Das war den Extratag echt wert. Einfach mal im Djungel abhängen. Da alle anderen Gäste auf ihren Touren waren, war es richtig ruhig. Magnim fand das nicht weiter ungewöhnlich, unser Fahrer in Manaus konnte später kaum glauben das wir freiwillig nichts tun wollten.

Der Rückweg wurde dann wegen des weiter sinkenden Wasserstandes langsam kritisch. Wir waren wieder mit dem Motorboot – also ein Alukanu mit Aussenborder – unterwegs und hatten zwischendurch sowohl mit Boot als auch mit Propeller Grundberührung. Der Fahrer ist wilde Schlenker gefahren weil er die noch halbwegs tiefen Stellen kennt. Innen haben wir noch die Sitzordnung geändert um etwas günstiger zu trimmen. Letztlich haben wir es aber in tiefes Wasser geschafft.


Dann hiess es Umsteigen in den Bus. Das Teil ist tatsächlich mit serienmäßigen Sitzplätzen für 12 Personen ausgestattet. OK, viel Kofferraum beibt nicht übrig und es ist geräumiger als ich gedacht hab. Im Stand ist es drinnen unerträglich heiss, in Bewegung zieht aber genug Fahrtwind rein. Das die Profiltiefe der Reifen bei unter 1mm lag muss sicher nicht extra erwähnt werden.

Wir haben dann noch in Manaus auf dem Platz vor dem Theater abgehangen bis es Zeit wurde zum Flughafen zu fahren. Das war wieder langsames Gewöhnen an grosse Menschenmengen.

Aber: Es ist Sonntag – der Tag an dem man seinen Hund oder seine Kinder ausführt. Ja, so sieht es hier wirklich aus. Der Platz gleicht einem Jahrmarkt. Kinderbespassung mit einem Dauerquasselnden Moderator über zu laute Lautsprecher die irgendwelche Spiele machen. Die Eltern sitzen in bestuhlten Zuschauerreihen. Popcornstände, Zuckerwatte und LED Blinkzeugshändler, viel Polizeipräsenz und dazwischen leute die ihre aufgetakelten Kleinkinder bei Fuß führen – ähnlich ihren Hunden. Entweder zu fuss oder das Kind fährt ein elektrisches Plastikdreirad. In beiden Fällen unterscheitet die Mutter niemals den Höchstabstand zum Kind von 15,6cm und greift natürlich auch ständig in den Lenkprozess ein. Das bestätigt Sandras Aussage, das die Zwerge völlig verhätschelt werden, konnte man hier 3h lang wunderbar beobachten. Die Krönung war ein Vater, dessen Kind in enem Plastikauto (mit Licht) sass. Das Kind hatte keine eigene Lenkung – die hatte der Vater in Form einer Funkfernsteuerung in der Hand und liess den Kleinen so in eimem Zickzackkurs ständig über den Platz rumpeln. Was soll aus denen mal werden … ? Erinnern wir uns an den Bolzplatz im Urwald und die (allerdings etwas älteren) Kinder die alleine durch den Fluss waten und Boot fahren…..

Irgendwann nervte der Lärm nur noch, die Müdigkeit kam und wir waren am Ende froh endlich im Flieger zu sitzen.