Ich war ja wirklich sehr gespannt, was mich bei unserer Tour in den Dschungel so erwartet, d.h. ich hatte so gar keine Vorstellung oder Erwarung. Relativ schnell stellte ich fest, dass die Leute alle super nett und entspannt sind und auch ein paar von den Engländern noch nicht so richtig wußten, was sie erwartet (so wirkten sie jedenfalls).
Die Anreise mit den verschiedenen Verkehrsmitteln und einigen Erklärungen waren schon echt spannend und interessant; etwas über Land und Leute zu erfahren und die Natur zu erleben.
Hier angekommen gabs erstmal Lunch und dann konnten wir unseren „Private-Room“ beziehen. Über einen Steg führt der Weg vom „Mainhouse“ und Speiseraum rüber zu unserer Hütte. Inspizieren unserer Unterkunft der nächsten Tage. Okay, ich hab erstmal geschluckt, denn bisher habe ich immer etwas anders gewohnt. Aber egal, das kriegen wir hin. Unsere Hütte besteht aus einem neuneckigen Raum, etwa 6 qm darin ist ein großes und ein kleines Bett und im Anschluss ein Bad (Waschbecken, WC und Dusche).



Das Bad ist etwas speziell, da das Waschbecken sehr klein und in der Ecke ist, das WC abschüssig, so dass man immer aufpassen muß nicht runterzurutschen und dahinter die Dusche, d.h weitere Schräglage mit Duschkopf aus der Decke und Drehknopf für Wasser an in der Wand. Gut, dass wir in Curitiba die Badelatschen gekauft haben, denn dem Boden vertraue ich nicht so ganz. Und feucht ist es halt auch dauernd, wenn es draußen nass ist, wie soll es dann in einer Naßzelle trocknen?
Wir lassen weitestgehend Türen und Fenster offen und den Ventilator an. Die Fenster sind mit Moskito-Netz bespannt, so dass wir dauerlüften können. Über dem Bett war auch ein Moskitonetz, das wir aber zur Seite geräumt haben und Marco unseres augehängt hat (ich will ja nicht im Bett von anderen schlafen…) und hier kommen auch unsere dünnen mitgebrachten Innenschlafsäcke zum Einsatz. Die dünnen Baumwolldinger reichen als Decke völlig aus und ich hab sozusagen mein eigenes Bett dabei incl. unserer „unterwegs-Kopfkissen“. Gut, dass wir das ganze Geraffel dabei haben, denn sonst hätte ich etwas die Krise bekommen, aber so geht das für ein paar Tage und die Erlebnisse tagsüber sind es echt wert.
Handtücher gibt es hier in der Lodge, was aber auch erst am zweiten Tag möglich war, aber glücklicherweise haben wir Marcos Camping-Handtuch dabei, so dass einer ersten Dusche mit Amazonas-Wasser nichts im Wege stand – die war auch bitter nötig nach der Anreise bei den heißen, schwülen Temperaturen.