


































Besuch aus Deutschland: Lessi ist am Anfang seines Schottlandtrips und nachdem wir ihn gestern am Flughafen abgeholt haben (dort kostet das Abholen von Leuten 5 Pounds !!! Sonst kommt man gar nicht in die Nähe des Flughafengebäudes) haben wir eine Kneipentour duch Edinburgh gemacht. Lessi kennt immer gute Pubs …
Fotowetter war so gar nicht, also gibts keine Bilder. Jetzt muss das Wetter nur so so trocken bleiben, wie es gerade ist! Denn um 21 Uhr geht´s aufs Tattoo.
Wir waren heute wieder mit den Fahrrädern in der Altstadt. Nach zwei Wochen in den einsamen Highlands ist eine Großstadt mit gleichzeitigem Straßenfest ein Kulturschock. So viele Leute. Und was für Gestalten da teilweise rumlaufen. Und überall sind Veranstaltungen, Straßenkünstler, Events, … Fahrradfahren in der Großstadt ist auch ein bisschen was anderes als in Speyer oder im Dorf. Und die Straßen und Radwege im Besonderen sind in einem noch viel erbärmlicheren Zustand als zu Hause.








Wenn man schon in Schottland ist, muss man natürlich auch ein paar Destillen besuchen. Für heute war Blair Athol in Pitlochry an der Reihe. Den Besichtigungstermin mit Verkostung gabs nur noch für 12 Uhr. Also ordentlich Frühstücken und dann kann man auch ein Mittagessen durch 6 Malt Whiskys ersetzen. Ist ja auch ein Getreideprodukt – fast wie Butterbrot.







Heute gaben wir uns die Ehre den Dukes of Atholl unsere Aufwartung zu machen. Leider war niemand der Herrschaften anwesend, um uns zum Tee zu laden.














Das war Gälisch.
Nach einem Frühstück draußen bei schönstem Sonnenschein ging es weiter: Heute waren wir im Highland Folk Museum – ein Freilichtmuseum im Cairnsgorm National Park bevor wir für drei Tage auf dem herrschaftlichen Blair Castle Caravan Park residieren.






Und wie das in England so üblich ist: Museen haben freien Eintritt. Sie bitten lediglich um Spenden. Die haben sie sich verdient!




Mal ein paar Gedanken zu unserem Mietcamper. Marke Clever Van.

Clever ist an dem Fahrzeug vor allen Dingen das Marketing. Es scheint die Low Cost Abteilung von Pössl zu sein. Das clevere daran: Man verbaut die Standardkomponenten, auf die der Käufer zuerst guckt: Dometic Kocher und Rahmenfenster, Truma Dieselheizung, Druckwasserpumpe und einen Riesenkühlschrank mit Flaschenschublade (was wirklich cool ist).
ABER: Welcher Depp lässt bei der Bestellung die Markise weg? Bei Nieselregen und offener Schiebetür (der Sinn eines Vans) regnet es rein und die Küche wird nass.
Beim Innenausbau ist das „clever“ dann völlig fehl am Platz. Man kann ja preiswert bauen – das schlägt sich dann an den Beschlägen nieder oder an der Holzqualität. Aber Klappen einzubauen, die man nicht öffnen kann. Und eine riesige Ladeklappe im Stauraum, die man zwar öffen kann – dann aber den Stauraum nicht mehr erreicht. Das ist kein Kostensparen sondern einfach nur saumiserable Konstrukteursleistung. Wer winkt sowas durch? Was soll das?


OK – man kommt von innen an die Klappen dran. Aber nur, wenn man die Schottwand vorher rausnimmt und das geht nur, wenn man das Bett vorher zerlegt. Leider ist das keine von mir übliche Ironie. Das Ding gibts wirklich und kostet nen Haufen Geld. Die ganze Reihe weiterer kleiner Details, die ich – verglichen mit dem Knaus von der letzten Mietung – habe sind eher Kleinigkeiten. Aber davon kann ich ne Menge aufzählen. Das ist einfach nicht richtig durchdacht und es wird an den falschen Stellen gespart.

Was cool ist: Der riesige Kühlschrank mit Gefrierfach und Flaschenschublade (der leider alles, was in die Nähe der Rückwand kommt gefriert), die Dusche (im Gegensatz zum Knaus kein ekliger Vorhang) – darin kann man wirklich gut duschen. Und wieder das Aber: der Preis für die komische Klappmechanik ist, das man auf dem Klo praktisch nur völlig verkrampft sitzen kann. Man hätte das Waschbecken nur 10cm höher bauen müssen und alles wäre gut.
Das sich die Innensteckdosen mit dem 12V Hauptschalter nicht abschalten lassen und die Bordbatterie irgendein Problem hat, so dass die Heizung schon 2x Unterspannung gemeldet hat obwohl wir den ganzen Tag gefahren sind – wen wundert das noch …
Warum haben wir den Kasten überhaupt? Tja – wir dachten auch, wir bekommen wieder etwas auf dem Niveau des Knaus. Aber der Vormieter hat Diesel in den Wassertank gefüllt und der Vermieter musste ganz schnell ein Ersatzfahrzeug herzaubern. Da stand dann dieser nagelneue Clevervan in langweilig weiß. Und wir haben die Kiste halt bekommen. Alles nicht dramatisch, das versaut keinen Urlaub aber man sieht was für ein Murks auf dem Markt ist.
Heute ist endlich mal schönes Wetter für ne Wandertour. Direkt vom Campingplatz geht es durch ein mooriges Gebiet mit einem See.
























Es ist ein Tag mit eher grauem Wetter angesagt – ab Dienstag soll es besser werden. Also machen wir ein paar Kilometer gut und fahren in Richtung Fort Williams. In Invergary gibt es einen Campingplatz im Wald mit Wanderwegen drumrum und Platz für zwei Nächte.





Die Wetterprognosen für heute und Morgen sind nicht die Besten. Es ist diesig und regnet häufiger mal. Dafür kommt die Sonne wirklich nur ganz kurz mal raus. Wir fahren nach Norden. Die Campingplätze sind voll – die Insel ist voller Wohnmobilfahrer. Jetzt nicht voll im Sinne von überall sind welche – aber die Stellplätze auf den Campingplätzen sind halt voll. Und auf allen anderen Parkplätzen ist overnight parking verboten. Wir kommen auf dem Campingplatz in Uig unter – ist zwar nichts dolles, aber es gibt Waschmaschine und Trockner und ein Café um die Ecke, das Scones serviert. Julia ist glücklich. Wegen der Scones natürlich, davon schwärmt sie ja schon seit Wochen.




Es regnet.
Und das soll es die ganze Nacht hindurch tun.
Egal.

Wir habens hier drin gemütlich…
Heizung an und ein Tässchen vom leckeren Malt
Eigentlich war ja der Plan von Glenbrittle mit dem Fahrrad bis Talisker zu fahren. 12km erscheinen am Schreibtisch bei der Planung nicht viel. Die Reale Strecke muss man sich aber mit Autos und Schafen teilen und außerdem hat sie echt ein fieses Profil mit auf und abs. Nee – da fahren wir lieber mit dem Auto näher an die Destille und haben auch nach ein bisschen telefonieren auch eine Erlaubnis bekommen auf einem kleinen Members Only Stellplatz zu stehen.









Der erste Stop zum Übernachten auf Skye ist das abgelegene Glenbrittle. Ein Campingplatz in mehreren Ebenen so dass man immer einen Platz mit Meerblick hat. Schon die Anfahrt hat es in sich. Eine ausgefahrene Single Track Road mit Schlaglöchern vom Allerfeinsten. Julia hat hier ihren Master im fast schon offroad Fahren gemacht. Dazwischen entgegenkommende Wohnmobile und schottische Schafe.











Eins dieser Highlights in Schottland. Schöne Highlands Landschaft und Drehort vieler Filme.
Bedeutet: Viele Touristen und Reisegruppen. Nach dem enttäuschenden Visitorcenter voller Leute schnell weiter und auf dem Red Squirrel Camp weit abseits der Straße ein Plätzchen zu suchen. Sehr cooler Platz – weitläufig und dabei voller Bäume und Nischen so das es nie voll wirkt. Außerdem waren praktisch nur Outdoorer da und keine typischen Wohnmobilisten (zumal nur Vans zugelassen waren und keine Wohnmobile).





Entlang der Lochs in Richtung Oban







Das schottische Wasser des Lebens dient jetzt als Schlummertrunk.
Sláinte!
Auf dem Weg zum Tagesziel gabs noch einen Zwischenstop in Luss am Loch Lomond. Schönes, kleines Städtchen mit uraltem Friedhof





Beim Abendspaziergang ist dann aufgefallen, das die Engländer ziemlich früh essen. Der Fish & Chips Shop hat schon früher zugemacht als vorgesehen. Wir haben nix mehr bekommen! Das war nicht in Ordnung.
Wir mussten Nudeln kochen.
Immerhin ist der Regen fertig und es sind 20 Grad






Ratz fatz das Auto übernommen, vollgeladen und nach Rotterdam gefahren. Boarding auf die Fähre ging auch schnell – jetzt muss der Kahn nur noch losfahren


Und an Board gibt es Guinnes vom Faß!!!