Nach 5h Kilometerfressen über Deutsche Autobahnen und deren Staus und Baustellen ging es durchs Allgäu, über den Fernpass bis ins Ötztal. Die Österreicher haben leider die Luftfeuchtigkeit viel zu hoch eingestellt, man könnte fast von Regen sprechen. So war der Weg bis Sölden eher unspektakulär, da wolkenverhangen und nass.
Dafür scheint der Campingplatz eine gute Wahl zu sein. Es gibt den Skitrockenraum für meine nassen Klamotten, eine gemütliche Wirtschaft mit echt guter Pizza (den Kaiserschmarrn probier ich nach dem nächsten Bier) und sogar einen Kräutergarten zur Sebstbedienung (für mein Rührei morgen früh).
Ich stelle fest, das ich lange nicht mehr in ner Kneipe war. Diese Nachbartischgespräche…
Links philosophieren zwei ü60 Ossis aus dem Grossraum Sachsen über Naturgeister und deren Einfluss auf einen schwer erkrankten Kumpel (sic!). Mittlerweile analysieren sie die hintergründige Bedeutung eines Churchill Witzes deren genauen Wortlaut sie zunächst im Internet recherchiert haben. Der Witz selbst ist übrigens nicht erwähnenswert. Der eine, der von Schamanenkram faselt und aussieht wie ein Nachkomme von Miraculix, hat auch einen neuen Film gesehen: Hangover. Ich muss dringend mein Gehör neu justieren und woanders hinhören. Aber auf meiner anderen Seite ist die Kommunikation Holländisch – klar, ist n Campingplatz hier.
Ah, das kommt noch ein Bier, so wirds besser…
Jetzt hätte ich gerne noch neue Gäste, geht das wohl?
Na ja, für heute Abend hat sich noch ein richtiges Gewitter angekündigt. Bestimmt cool in den Bergen, bin gespannt, ob die Ösis das draufhaben…