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Erholung vom Urlaub

Heute ist für den gesamten Tag Sauwetter angesagt. Das bewahrheitet sich auch, es regnet immer wieder, nur heute Mittag kam mal für 2 Stunden die Sonne raus um sich dann gleich wieder vom Regen ersetzen zu lassen. Selbst die Seilbahn auf das Eggishorn fährt nicht, da man ab der Mittelstation ohnehin keine Sicht mehr hat.

Also erhole ich mich heute erst mal vom Urlaub machen. Aufgestanden bin ich nach dem der Regen aufgehört hat, so gegen 11:30 Uhr. Erst mal ein Kaffee, frühstücken, und überlegen was man den Tag über so macht. Da schon wieder Regenwolken im Anmarsch waren, habe ich das Frühstück mit einem zweiten Nickerchen beendet. Dann konnte man die Zeit ein bisschen an der frischen Luft nutzen, bevor es wieder anfängt zu regnen und ich mich im Zelt verkrochen habe. Bei 11° war es damit auch so kalt, so dass man es im Schlafsack gut aushalten konnte. Eine gute Zeit um die Wandertour hoffentlich morgen am Aletsch zu planen und ein paar von den Fotos vorab zu sichten. Im Anschluss daran half auch ein weiteres Nachmittagsschläfchen bis dass der Regen wieder aufgehört hat und ich vom fehlenden Lärm im Zelt wach geworden bin. Gut dass ich noch eine Dosensuppe dabei hatte, das war genau das richtige zum wieder warm werden neben einem Spaziergang am Bach entlang.

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Leaving Italy

Nachdem ich noch mit dem Campingplatzpersonal das Spiel geguckt habe ging es heute etwas später los. Aber mit einem Bud Spencer Gedächtnisfrühstück – in Ermangelung von Brot halt pur mit Kaffee und ohne Speck

Eine kurze Etappe bis Fiesch am Aletsch bei gutem Fahrwetter. Bei Ankunft am Campingplatz war ordentlich Wind – also erstmal die herumfliegenden Möbel der Nachbarn einsammeln. Dann versuchten zwei Mädels ein riesiges Tunnelzelt gegen den Wind aufzustellen – ich hab mal das riesige Segel mit meinem Eigengewicht in den Wind gestellt und weitere Helfer haben die Leinen gespannt und verankert. Als wir fertig waren, war der Wind auch fertig und ich hab in aller Ruhe mein Zelt aufgebaut. Aber für heute Nacht und Morgen sind Gewitter und Regen angesagt. Mal sehen, wie es morgen weitergeht, ich bleibe erstmal mindestens zwei Nächte hier. Heute zum Aletsch rauf hat sich nicht gelohnt, oben war alles im Nebel.

Tasse Kaffe und ein Kuchen – 8€ – Schweiz halt
So sehen Zelte von Leuten aus, die meinen Abspannen ist nicht so wichtig
Biogarnelen kosten genausoviel wie 125g Putenfleisch – also gibts heute Garnelen mit Nudeln

Aber schön hier…
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Heading North

OK, genug typisch Italienisches Camping. Auf dem Weg in Richtung Alpen geht es erstmal durch das Gebiet Cinque Terre. Nur schmale Strassen direkt am Berghang, Kurven bis zur Erschöpfung, eine Aussicht und Vegetation zum heulen. Und das ganze bei bestem Motorradwetter: 28 Grad und bewölkt. Das waren ca 5h richtig Spaß. Straßen so schmal und steil, das es schon irre ist, wie hier überhaupt ein Kombi durchkommt. Wenn ich schon ständig im 1. Gang fahren muss.

Pause unter dem Olivenöl

Nach dem Erlebnis hiess es dann einfach nur Kilometer fressen. Autobahn bis zum Lago Maggiore. Hatte mir einen Campingplatz am See ausgesucht. Schlappe 54 € für eine Nacht – und trotzdem ohne eigenes Personal, ohne Frühstück und ohne Grundbucheintrag.

Der nächste Platz war unwesentlich günstiger. OK, ich fand den den Lago Maggiore auf einem Tagestrip als Kind schon langweilig. Jetzt auch noch unverschämt. Dann fahr ich halt in die Berge weiter.

Und jetzt hab ich einen kleinen Platz ganz im Norden. Genauso ein dämliches Klo, in der Dusche geht das Licht nicht, man sieht also nicht, ob man sauber ist. Der Trick: So lange duschen, bis es nicht mehr nach verschwitztem Motorradfahrer riecht.

ABER: Total nette Leute. Es gibt im Bistro heute nur Pizza Magherita – weil Italien heute gegen England im Endspiel ist. Und frisch gezapftes Bier. Und einen dreifach Schokonachtischküchlein mit extra Schoko. Und Espresso aus einer Maschine, deren Wert in etwa dem kleinen Bistro entspricht in dem ich sitze. Und eine bessere Magherite, die sogar mich satt macht – habe ich noch nirgendwo bekommen. Die Personal ist eine wandelnde Tatooausstellung, spricht nur Brocken Englisch aber ist super. Die unscheinbarsten Orte sind immer die besten. Hoffentlich gewinnt Italien!

Der Nachtisch ging aufs Haus
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Straßenverkehr

Nach ein paar Tagen fahren in italienische Fahrweise gewöhnt man sich dran. Als Zweiradfahrer sollte man sich genauso verhalten wie alle anderen Rollerfahrer und Fahrer schwerer Maschinen in T-Shirt und kurzer Hose. Ein bisschen wie im James Bond Film. Es wird zwar nicht auf eingeschossen, man rast auch nicht über die maßen, aber man fährt einfach da wo Platz ist. Am besten schlängelt man sich überall durch. Alle nehmen auf einander Rücksicht, sogar die Autos halten vor der Ampel vor der Haltelinie mit Abstand damit sich die Roller- und Motorradfahrer nach vorne durchschlängeln können und an der Stelle die ganze Schlange überholen und in der ersten Reihe stehen. Überholt wird natürlich von rechts und links – wo grad Platz ist. Zebrastreifen sind übrigens rein dekorative Elemente der Straßengestaltung. Man kann dort anhalten und Fußgänger vor lassen, es ist aber nicht unbedingt üblich. Fängt einer damit an, halten alle anderen auch. Aber wer anfängt hält halt den Verkehr auf.

Trotzdem läuft der gesamte Verkehr sowohl in der Stadt, auf Landstraßen und auch auf der Autobahn relativ entspannt. In Deutschland wird mehr gerast, aggressiver überholt und insgesamt auch mehr auf seinem Recht bestanden, dass ein Motorradfahrer nicht einfach überholen darf oder man seine Vorfahrt durchsetzen möchte oder Ähnliches.

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Italian Camping

Nach einer schönen Strecke durch ein Naturschutzgebiet mit entsprechend schmaler und kurviger Straße ging es weiter in Richtung Westküste. Mal wieder durch über 30 Grad heisse Luft.

Nassgeschwitzt dann richtiges italienisches Camping. Voller Platz direkt am Strand. Nicht Laut aber irgendwie auch Dauerunruhe. Zwischendurch Lautsprecherdurchsagen über eine richtig alte Trötenanlage aus den 70ern.

Also Zelt aufbauen und auf direktem Weg ins Meer. Hier ist es auch wirklich so wie in alten Bilderbüchern. Ich hätte es nicht für möglich gehalten. Schirm an Schirm im Raster. Alles voller Leute.

Aber egal, das Wasser schön warm, der Untergrund sandig und weich. Gute Abschluss für einen Tag in der Hitze der Moppetklamotten.

Der Campingplatz an sich ist wie bisher alle in Italien. Sie laden zum Weiterfahren ein. Im Prinzip OK, auch die Nassräume sind sauber und werden dauernd geputzt. Aber sie sind halt in den 70ern stehengeblieben. Immernoch diese Stehklos. Ein paar richtige gibts allerdings auch. Sauber, aber wie soll man in dieser Haltung Zeitung lesen ohne umzufallen? Warum renovieren sie nicht die Nassräume??? Verglichen mit Österreich oder der Schweiz ist das schon ein krasser Unterschied. Dort kostet ein moderner Platz incl free WiFi grad mal die Hälfte.

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Firenze

Heute ging es mit Sandra, Marcus und Anni und den beiden Hunden nach Florenz. Sightseeingkurzprogramm im Zentrum.

Schönes Städtchen, genau wie Venedig gerade nicht überlaufen, auch wenn es sich an den Hotspots etwas knubbelt, aber an sich ist gerade weltbeste Reisezeit.

Warum guckt Dante nur immer so böse?
Damals, als ich für Michelangelo noch Modell stehen durfte
Alles aus Marmor – Carrara ist nicht weit weg – irre große Kapelle
Stellenweise wacht das Militär …
… ist aber wie die Bundeswehr nicht im besten Zustand. Das Fahrzeug verliert Öl und die Parkbremse funktioniert wohl auch nicht…
Ich hab mich erst über die wirklich massiven und groben Fliegengitter gewundert …
… aber hier gibt es wohl Pfeife rauchende Drachen. Klar, die will man abends nicht in der Bude haben.
Street Art findet man auch immer wieder
Das bedeutet frei übersetzt wohl: Strasse der Kunst am Fallrohr
Luftqualitätsüberwachung
Das Kätzchen will spielen
Käffchen
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Poppi

Von Venedig ging es in die Toskana. Zuerst quer durch die Lagune und dann an der Küste runter. An sich eine schöne Strecke. Aber bei bis zu 40 Grad wieder mal sehr Kräftezehrend. Man wird im eigenen Saft gegart und wird matschig in der Birne. Zum Abschluss gab’s noch 1,5h feinste Kurvenstrecke durch die Berge.

Nach der Tour erstmmal chillen.

Den ganzen Abend lang

Und den nächsten Tag. Am Pool.

Und abends lecker Essen

Die Altstadt von Poppi – ein echter Geheimtip. Richtig schön.
Mit einem Gruß aus der Küche gehts los
Dann ein paar Nudeln

Und ich habe endlich das Prinzip der winzigen Nudelportionen kapiert: Nudeln sind immer nur der erste Gang. Dann kommt das eigentliche Essen, der zweite Gang. Kein Wunder, das die einem immer nur so Mickerportionen für den Preis eines Mittagessens geben. Wenn man also einfach nur Bock auf Nudeln hat, muss man einfach drei Portionen bestellen und um Mengenrabatt feilschen.

Gefülltes Schweinefilet auf Kartoffelstampf mit lila Blumenkohl
Ohne eine Mascarponecreme ist so ein Menü nicht komplett…
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Venedig

War eine gute Entscheidung. Jetzt kann man sich hier wirklich noch aufhalten. Keine Kreuzfahrtschiffe und keine amerikanischen oder asiatischen Schnelltouristen mit Selfiesticks und Socken in den Sandalen. Es ist angenehm leer, leerer als an einem Samstagnachmittag in einer deutschen Einkaufsstrasse.

Klar, Markusplatz und drumrum knubbelt es sich etwas – aber ganz ehrlich – was ist an dem Platz jetzt so toll? Hat sich mir nicht erschlossen. Irgendwie wie bei den meisten Sights auf der Welt – langweilig und durch Souvenirshops und nervige Verkäufer verunstaltet. Aber den Platz find ich trotzdem unspektakulär.

Hab mich mal einfach treiben lassen, durch die kleine Gassen durch, die man so schnell übersieht, weil sie nur nen Meter breit sind. Da herlaufen, wo alle anderen Nicht hergehen – und schon findet man echt schöne Ecken, leere Plätze, Parks, die Ecken wo Leute wohnen.

Im jetzigen Zustand ist Venedig echt schön. Gerade diese uralten Häuser und die kleinen Ecken wo sich die Leute ein bisschen Garten schaffen – und sind es nur 2 qm.

Man fährt zum Tennis
Aufmarsch von Militär, div Polizeieinheiten, Zoll, … Am Wochenende ist G20 Gipfel in Venedig

An der Menge der leeren Stände, Restaurants und wartender Gondeln kann man sehen, auf welche Besucherströme das hier ausgelegt ist. Wenn die alle wieder hier sind will ich hier nicht sein.

Zum Tagesabschluss und zum Abkühlen ging’s in den Pool am Campingplatz. Und morgen weiter nach Poppi…

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Über das Timmelsjoch durch Südtirol bis Venedig

Bei schönstem Motorrad Wetter, also bedeckten Himmel und über 20°, geht es erstmal über das Tmmelsjoch. Ist eine schöne, kurvige Strecke und viele Motorrad und Porsche Fahrer unterwegs. Aber überhaupt nicht überfüllt, so dass man in aller Ruhe seine Bahn ziehen kann. Bei einem Zwischenstopp habe ich dann meinen Blinker zerstört, das Motorrad ist draufgefallen. Völlig bescheuert, man kann auf abschüssiger Strecke ein voll beladenes Motorrad nicht auf dem Seitenständer abstellen. Das weiß man, war mir aber entfallen. Und dann kippt das Ding schneller als man absteigen kann unter einem weg. Innerhalb von Sekunden sind jedoch Motorrad- und Autofahrer zur stelle, die einem direkt helfen das Fahrzeug wieder aufzustellen, zu sichern und gucken, dass alles in Ordnung ist.

Den Rest der Strecke bis Venedig ging es durch Südtirol über Landstraßen. Das ist zwar saumäßig anstrengend verglichen mit der Autobahnfahrt allerdings sieht man mehr von der Gegend. Und die lohnt sich wirklich. Das schöne ist, es gibt kaum Ampeln, dafür jede Menge Kreisverkehr. Man steht in den dicken Klamotten nicht lange in der Sonne sondern kommt überall zügig vorwärts.

Für zwei Nächte bin jetzt auf dem Campingplatz Rialto. Der liegt in einem Industriegebiet, allerdings unter Bäumen hat einen Swimmingpool und ein Restaurant. Die Portionen sind allerdings nichts für ausgehungerte Biker. Aber es ist okay man kann da bleiben ist es sauber, alles gut. Wenn man gerade von einem gemütlichen Platz in den Alpen kommt ist es natürlich ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Hier lässt man die Weinreben an Drähten zu Dächern wachsen. Damit beschatten sie natürlich hervorragend ihre eigenen Trauben, werden aber mit Sicherheit nicht die Qualität eines Pfälischen Weines erreichen. Dafür hängen an einem Weinstock einfach zu viele Zweige. Für eine Siesta ist diese Konstruktion allerdings genial. Wären die Ameisen nicht gewesen, wäre ich vermutlich eingeschlafen.
An so einem Ort kann man morgen schon aufwachen. Die Location hat was.
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So gehts…

So kann ein Tag anfangen – seit Stunden kein Regen mehr, Blick auf die Berge dazu nen Kaffee und Rührei…

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1. Etappe geschafft

Nach 5h Kilometerfressen über Deutsche Autobahnen und deren Staus und Baustellen ging es durchs Allgäu, über den Fernpass bis ins Ötztal. Die Österreicher haben leider die Luftfeuchtigkeit viel zu hoch eingestellt, man könnte fast von Regen sprechen. So war der Weg bis Sölden eher unspektakulär, da wolkenverhangen und nass.

Dafür scheint der Campingplatz eine gute Wahl zu sein. Es gibt den Skitrockenraum für meine nassen Klamotten, eine gemütliche Wirtschaft mit echt guter Pizza (den Kaiserschmarrn probier ich nach dem nächsten Bier) und sogar einen Kräutergarten zur Sebstbedienung (für mein Rührei morgen früh).

Ich stelle fest, das ich lange nicht mehr in ner Kneipe war. Diese Nachbartischgespräche…

Links philosophieren zwei ü60 Ossis aus dem Grossraum Sachsen über Naturgeister und deren Einfluss auf einen schwer erkrankten Kumpel (sic!). Mittlerweile analysieren sie die hintergründige Bedeutung eines Churchill Witzes deren genauen Wortlaut sie zunächst im Internet recherchiert haben. Der Witz selbst ist übrigens nicht erwähnenswert. Der eine, der von Schamanenkram faselt und aussieht wie ein Nachkomme von Miraculix, hat auch einen neuen Film gesehen: Hangover. Ich muss dringend mein Gehör neu justieren und woanders hinhören. Aber auf meiner anderen Seite ist die Kommunikation Holländisch – klar, ist n Campingplatz hier.

Ah, das kommt noch ein Bier, so wirds besser…

Jetzt hätte ich gerne noch neue Gäste, geht das wohl?

Na ja, für heute Abend hat sich noch ein richtiges Gewitter angekündigt. Bestimmt cool in den Bergen, bin gespannt, ob die Ösis das draufhaben…

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Mal wieder Zeit für eine Tour

Lange keine längere Motorradtour mehr gemacht. Also gehts am Timmelsjoch jetzt über die Alpen nach Venedig in der Hoffnung das dort Coronabedingt noch nicht wieder Disneyland ist. Dann gehts weiter in die Toskana.