… was für ein Tag ….
Es begann mit dem Abbauen im Wind.
Die Entscheidung: Wir nehmen die nächste Fähre und nix wie weg.
Bis zum Ende der Lofoten mussten wir eh fahren, dann also auch gleich ein Stück weit bis nach Å.
Das ist der weltweit einzige Ort mit nur einem Buchstaben. Und das ist das Ende der Welt, das Ende des norwegischen Alphabets und das Ende der Lofoten…. Schöner kleiner Fischerort. Und es hat auch gar nicht geregnet….
Auf die Fähre kamen wir als die beiden letzten Fahrzeuge. Mit uns ca 20 holländische Motorradfahrer. Um ein Haar hätten wir noch 5 h auf die nächste Fähre warten müssen. Das war echte Angst bis zum Passieren des Schotts. Fähre voll. Ganz voll. Drei Autos, die nach uns kamen mußten da bleiben…
Dann eine Überfahrt bei Sonnenschein und kaltem Wind. Fähre brechend voll. Alle Motorradfahrer in Liegestühlen und voller Montur auf dem Sonnendeck. Wozu hat man schließlich die dicken, winddichten Sachen. 3h Fahrt…. Kein Regen, toll…..
Dann bei schönstem Wetter durch eine atemberaubende Landschaft in Richtung Süden.
Es geht in die Berge, wird eiskalt. Mein Motorrad zeigt Glättewarnung. Die Straße aber furztrocken. Kalte, klare, trockene Luft bei blauem Himmel. Mittlerweile ist es später Abend, es ist mal wieder kein Mensch unterwegs. Die Umgebung haut einen um.
Der Polarkreis, wie schon beschrieben, zeigt sich sehr Polar.
Wir Zelten direkt am Polarkreis, ein paar hundert Meter tiefer im Tal. Hier is es warm. 5 Grad.
Und mittlerweile – 2:30 Uhr – ist es wieder taghell.
Der Platz mal wieder der Hammer. An einem reißenden Fluß mit Stromschnellen zwischen Birken, die grad ihr erstes Grün bekommen.
Schönstes Wetter, windstill.
Perfekt zum draußen sitzen und kochen.
Zum Abschluß einen schwarzen Tee mit Rum gegen das Gefühl, daß der Tag noch immer läuft…
Wer wollte nicht schon immer mal am Polarkreis zelten ???







