{"id":1019,"date":"2015-11-04T12:35:57","date_gmt":"2015-11-04T11:35:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.blumenet.com\/blog\/?p=1019"},"modified":"2019-04-03T14:52:47","modified_gmt":"2019-04-03T12:52:47","slug":"manaus-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.blumenet.com\/blog\/?p=1019","title":{"rendered":"Welcome to the jungle"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Stadt sieht man ja schon an, das sie mal viel Geld hatte. Im Stadtkern stehen sch\u00f6ne alte H\u00e4use rund um das Theater. Das ist aber laut Reisef\u00fcher auch schon die einzige Sehensw\u00fcrdigkeit, so das wir auch nur auf dem Platz davor in einem Restaurant gegessen haben. Vorher sind wir noch eine Runde durch die Strassen gegangen und ich konnte endlich mein Problem l\u00f6sen. Nachdem meine Uhr wegen Batteriemangel schon in Curitiba stehengeblieben ist, war ich auf der Suche nach einer g\u00fcnstigen Digitaluhr. Nachdem es \u00fcberall nur relativ teuer oder gro\u00df und klumpig gab habe ich hier in einer Art Media Markt das Uhrenregal gefunden. Neben akustischen Gitarren, Keyboards und Aussenbordmotoren findet man selbstverst\u00e4ndlich auch Handys und Casio Uhren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.blumenet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/IMG_1436.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"900\" src=\"https:\/\/www.blumenet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/IMG_1436.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1131\" srcset=\"https:\/\/www.blumenet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/IMG_1436.jpg 1200w, https:\/\/www.blumenet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/IMG_1436-150x113.jpg 150w, https:\/\/www.blumenet.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/IMG_1436-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><br>Am Morgen hat uns dann der Fahrer von Amazongero p\u00fcnktlich abgeholt und wir sind mit noch ein paar Anderen losgefahren in Richtung Hafen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier landen die F\u00e4hren und Boote an und die Fischer laden ihren Fang aus. Entlang der Rampe zum Fluss gibt es viele kleine L\u00e4den, die den frischen Fisch verkaufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor der Rampe ist es allerdings ziemlich dreckig, weil der Amazonas gerade Niedrigwasser f\u00fchrt. Die Trockenzeit ist zu Ende und jetzt beginnt die Regenzeit. Der Pegel wird noch um einige Meter steigen, dann sieht es hier auch wieder besser aus.<\/p>\n\n\n\n<p><br><b>Meeting of the Waters<\/b><\/p>\n\n\n\n<p>Hier fliesst das k\u00e4ltere und saurere Wasser des Rio Negro in den w\u00e4rmeren Rio Solimoes und bildet damit ab hier den Amazonas. Wegen der unterschiedlichen Temperatur und Dichte vermischt sich das Wasser auf einer L\u00e4nge von ca 15km nicht. Die unterschiedliche Farbe des Wassers (mitgef\u00fchrtes Sediment) zieht auf dem Wasser eine ziemlich deutliche Grenze. Spannendes Schauspiel.<br><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Offroad Bus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf der anderen Seite angekommen steigen wir in einen Bus um. Ein ziemlich abgerockter 13 sitziger Reisebus, dessen T\u00fcr mit einem Seil zugehalten wird, weil die Schweissnaht der Verriegelungsstange gebrochen ist. Der Grund daf\u00fcr erschliesst sich sp\u00e4ter, als wir nach einer Asphaltpiste auf eine Buschpiste abbiegen, die man eigentlich nicht in diesem Tempo mit einem Bus bef\u00e4hrt. Jedenfalls nach Deutschen Masst\u00e4ben. Eine Gel\u00e4ndewagen ist hier nicht eine \u00fcbertriebene Wahl. \u00dcber die Stossd\u00e4mpfer habe ich nicht weiter nachgedacht und mich darauf verlassen, das die Fahrerin (die barfuss f\u00e4hrt weil sie ihre hohen Schuhe zum Fahren auszieht) Fahrzeug und Piste beherrscht.<br>Zwei Stunden lang fahren wir durch ehemaligen Urwald, der f\u00fcr die landwirtschaftliche Nutzung gerodet wurde. Weiter vom Fluss entfernt wird die Rodung frischer bis hin zu Brandgeruch und einigen Feuern. Hier wird gerade neues Ackerland geschaffen, das dann nach zwei Jahren auch wieder nur noch als Wiese taugt. Erschreckend grosse Fl\u00e4chen und wir sehen hier nur einen Bruchteil des (ex)Regenwaldes, obwohl wir aus der Luft schon einige gerodete Fl\u00e4chen erkennen konnten. Aber wer hier lebt und sonst kein Einkommen hat interessiert sich warscheinlich nicht wirklich f\u00fcr den Erhalt des Waldes &#8211; ist ja genug da&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Irgendwann wird es wieder unber\u00fchrter und wir kommen an einen der zahlreichen Seitenarme des Amazonas. Hier wird in ein Kanu umgeladen und mit zwei kleinen Motorkanus geht es weiter zur Lodge. Ein Kanu mit und eins ohne Dach. Ich interessiere mich spontan f\u00fcr die Cabrio Variante &#8211; die ist kleiner, schneller beladen und f\u00e4hrt sofort los. Dunkle Wolken k\u00fcndigen das Bef\u00fcllen des Flusses an und wollen den Besuchern zeigen, warum es Regenwald heisst. Wir sind aber schneller &#8211; sehen unterwegs Kaimane und d\u00fcsen in Richtung Jungle Hotel. Dort gibt es erstmal Mittagessen &#8211; und einen Wolkenbruch. Die Anderen kommen 15 min sp\u00e4ter w\u00e4hrend wir schon bei hauchzartem Gulasch sitzen und haben den Regen mutig mit ihrer Kleidung aufgefangen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Stadt sieht man ja schon an, das sie mal viel Geld hatte. Im Stadtkern stehen sch\u00f6ne alte H\u00e4use rund um das Theater. Das ist aber laut Reisef\u00fcher auch schon die einzige Sehensw\u00fcrdigkeit, so das wir auch nur auf dem Platz davor in einem Restaurant gegessen haben. 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